MAINSTOCKHEIM

Nadja Seystahl verlässt den Rat

Mit viel Beifall verließ Nadja Seystahl nach neun Jahren den Sitzungssaal. Als freie Frau, ohne Amt und Würden – und Mainstockheim sucht eine neue Bürgermeisterin.
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Nadja Seystahl verlässt nach neun Jahren den Mainstockheimer Gemeinderat.FOTO: Robert Haaß

Mit viel Beifall von Seiten der Gemeinderäte, aber auch der gut zwei Dutzend Besucher der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend verließ Nadja Seystahl den Sitzungssaal. Als freie Frau, ohne Amt und Würden.

Denn gerade hatten ihre Ratskollegen ihrem Antrag auf Entlassung aus dem Amt als Gemeinderätin und damit auch als zweite Bürgermeisterin statt gegeben. Berufliche Gründe hatte Seystahl angeführt, die so auch akzeptiert wurden.

Für sie sei es eine „Ehre und Freude“ gewesen, neun Jahre als Rätin und drei Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin die Interessen der Mainstockheimer vertreten zu dürfen. „Wir können leider nur zustimmen“, hatte zuvor Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs Seystahls Antrag kommentiert.

Ungewöhnlich dabei war die Anwesenheit Seystahls in dieser Sitzung, für sie selber aber eine Selbstverständlichkeit, wie sie gegenüber dieser Zeitung sagte. In aller Regel nehmen Räte an dieser letzten Sitzung nicht mehr Teil, obwohl sie offiziell geladen sind.

Nachrücker für Nadja Seystahl könnte Werner Zürrlein sein, der bei den Gemeinderatswahlen 2014 die meisten Stimmen für die Ersatzleute des Freien Bürgerblocks Mainstockheim erhalten hatte. Er erhält nun ein Schreiben der Verwaltungsgemeinschaft und hat eine Woche Zeit sich zur Übernahme des Mandats bereit zu erklären. Wenn er zustimmt erfolgt in der darauffolgenden Ratssitzung die Vereidigung, was wohl am 1. Juni sein wird.

Erst dann kann auch eine neuer zweiten Bürgermeister gewählt werden. Da die Mainstockheimer Räte auf die Wahl eines 3. Bürgermeisters verzichtet hatten, übernimmt bei Verhinderung des 1. Bürgermeisters das älteste Ratsmitglied die Amtsgeschäfte. In Mainstockheim ist das Heiner Tebbe.

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