PRICHSENSTADT

Nachtwächter treffen sich in Prichsenstadt

Die Stadt bewirbt sich als Austragungsort für das Treffen der europäischen Nachtwächter- und Türmerzunft 2019. Eine interessante Gelegenheit für die Gemeinde.
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Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer (links) hat dem Prichsenstädter Nachtwächter Hermann Schloßnagel 2016 eine Medaille verliehen. Foto: Foto: STMWi

Die Stadt Prichsenstadt bewirbt sich als Austragungsort für das alljährliche Treffen der europäischen Nachtwächter- und Türmerzunft im Jahr 2019. Das Treffen der Zunft, jeweils im Heimatort eines seiner Mitglieder, ist um Christi Himmelfahrt datiert, genauer gesagt vom Nachmittag des Himmelfahrtstages bis zum Sonntagmittag nach dem Gottesdienst. Werbe- und marketingtechnisch gesehen, so Bürgermeister René Schlehr in der Ratssitzung am Donnerstagabend, „wäre es sehr interessant für Prichsenstadt, auch wegen der einmaligen Kulisse unserer Stadt und, das darf man nicht vergessen, als Alleinstellungsmerkmal“. Außerdem feiert Hermann Schlossnagel 2019 sein 30-Jähriges als Prichsenstadter Nachtwächter,was „noch eine tolle Zugabe für ihn“ wäre.

Günstige geografische Lage

Um ihre Bewerbung noch attraktiver für die Zunft zu machen, wird Schlehr in seinem Bewerbungsschreiben auch auf die geografische Lage Prichsenstadts hinweisen: Mitten zwischen den Mitgliedsorten Ringköbing (Dänemark, Norden), Lausanne (Schweiz, Süden), Krakau (Polen, Osten) und Ripon (England, Westen). Erwartet werden gut 110 Nachtwächter und Türmer plus an die 70 Begleitpersonen.

Das Treffen beginnt am Himmelfahrtstag abends mit einem gemütlichen Beisammensein mit Programm. Freitag und Samstag stehen Ausflüge in die Umgebung, Besichtigungen im Gastgeberort oder auch Freizeit an. Für die Begleitpersonen wird ein eigenes Programm organisiert. An einem Nachmittag oder Abend finden Auftritte der Nachtwächter und Türmer statt. „Wir könnten uns auch Gedanken über einen Festzug machen“, so Schlehr. Die Gesamtkosten liegen bei gut 20 000 Euro, nach Abzug der Sponsorengelder könnten für die Stadt die schon erwähnten 2000 Euro übrig bleiben.

Nachdem sich die Wortmeldungen in einem Plädoyer von Harald Eger erschöpften („Diese 2000 Euro sollten es uns absolut wert sein“), stimmte der Rat einstimmig zu, bei positiver Beteiligung der Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe eine entsprechende Bewerbung bei der Zunft einzureichen.

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