MAINBERNHEIM

Musik aus allen Richtungen

Neun Bühnen, 14 Bands und knapp 50 Musiker. "Berna klingt echt gut" verspricht ein Fest für Musikliebhaber zu werden
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Die „Rockbääänd“ feiert heuer ihre Premiere in Mainbernheim.Fotos: Privat
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Mainbernheim Was große Städte können, das kann Mainbernheim auch. Zum mittlerweile dritten Mal findet dort am Samstag, 7. September, das Musik-Festival „Berna klingt echt gut“ statt. Die ganze Stadt wird von Musik durchzogen sein, denn an dem Abend stehen stolze 14 Musikgruppierungen an verschiedensten Standorten auf der Bühne. Thomas Bachleitner ist als Organisator und Bandmitglied gleich in Doppelfunktion dabei. Er und Musikerkollege Felix Kiesel verraten vorab, auf was sich die Besucher freuen dürfen.

Frage: Mainbernheim scheint durchweg musikalisch zu sein, wenn sich tatsächlich 14 Bands finden, die ihre Wurzeln in Mainbernheim haben. War es schwierig, die alle zu finden und zu animieren?

Thomas Bachleitner: Gar nicht, denn viele waren schon beim ersten oder zweiten „Berna klingt echt gut“ dabei und mussten gar nicht groß gefragt werden. Es war quasi ein Selbstläufer. Aber dass Mainbernheim ein musikalisches Städtchen ist, stimmt. Es gibt hier auch oft Wirtshaussingen oder spontane Sessions im Musiker freundlichen Wirtshaus „Zum Bären“. Aber wie sollte es auch anders sein, wenn doch der Bürgermeister den Namen Peter Kraus hat (lacht).

Wie kam es zu der Idee für „Berna klingt echt gut?“

Thomas Bachleitner: Bei einem Bürgerworkshop im März 2015 brachten meine Frau und ich die Idee ein. Uns war wichtig, dass die Veranstaltung schnell konkret geplant wird und nicht erst lange zerredet wird. Und so gab es schließlich schon im Herbst desselben Jahres das erste Musikfest. Die gemeinsame Planung hat den Beteiligten so viel Spaß gemacht, dass sich daraus der Arbeitskreis Kultur und Tourismus gebildet hat, der sich mittlerweile auch um kleinere Veranstaltungen, Ausstellungen, Wettbewerbe oder die Kinderwanderwege bemüht.

Hat sich im Vergleich zu den Vorjahren etwas geändert?

Thomas Bachleitner: Die „Dimension“ ist vergleichbar, neu ist allerdings, dass sich teilweise zwei Bands in einer Scheune abwechseln, um Pausenzeiten zu verringern und alle 14 Gruppen unterzubringen. Die Scheunen werden, wie in den letzten Jahren, von Mainbernheimer Vereinen und Gruppierungen betreut. Hier wollten wir Entlastung schaffen, damit die Ehrenamtlichen auch Gelegenheit haben, das Fest zu genießen. Es sind jedes Mal über 100 Helfer im Einsatz.

Und wie viele Musiker?

Thomas Bachleitner: In diesem Jahr treten fast 50 Musiker auf, das ist ein Rekord. Dabei wird eine große Bandbreite abgedeckt. Das Angebot reicht von klassischem Gesang bis hin zum Wirtshaussingen, von eigenen Rock- und Popsongs bis hin zu Coverversionen, von Irish Folk bis hin zu Reggae.

Wie habt ihr die neun Standorte ausgewählt?

Thomas Bachleitner: Die Scheunenbesitzer sind sehr kooperativ und wir sind sehr dankbar, dass sie bei diesem Fest mitmachen. Alle Locations haben etwas Besonderes – sei es der Gewölbekeller des alten Kantoratsgebäudes, die historische Rathausdiele oder die Kulturscheune, eine wunderschön restaurierte alte Scheune. Alle Auftrittsorte sind übrigens überdacht, so dass selbst schlechtes Wetter kein Problem sein wird.

Schöner wäre natürlich ein lauer Sommerabend, weil dann die gesamte Herrnstraße wie eine mediterrane Flaniermeile wirkt.

Welche Bands sind heuer zum ersten Mal dabei?

Thomas Bachleitner: Neu sind „Second Chapter“, eine Metalband, die sich aus der Gruppe „Hellweg“ entwickelt hat, und – da der Sänger vor kurzem nach Mainbernheim gezogen ist – die „Rockbääänd“.

Womit wir bei Dir angelangt wären, Felix. Was macht den Auftritt bei „Berna – klingt echt gut“ für die „Rockbäänd“ zu einem besonderen?

Felix Kiesel: Handgemachte Musik liegt uns sehr am Herzen. Bei „Berna klingt echt gut“ sind gleich 14 Bands am Start, die ihr Handwerk verstehen und zugleich eine musikalische Vielfalt bieten, wie man sie heutzutage bei Stadtfesten leider nur noch sehr selten hört und sieht. Trifft diese Vielfalt dann auf das Ambiente der historischen Altstadt Mainbernheims, hat das etwas Besonderes. Einzigartig ist für uns jedoch der familiäre Charakter, der vom Grundkonzept der Veranstaltung – jede Band hat mindestens einen Mainbernheimer an Bord – geprägt ist. Diesen Charakter kann man bereits in der Vorbereitungsphase der Veranstaltung deutlich spüren. Hier möchte man als Band wirklich nur ungern fehlen.

Wo tretet ihr sonst so auf?

Felix Kiesel: Tatsächlich machen unsere sechs Jungs seit nunmehr über 20 Jahren in den unterschiedlichsten Formationen deutschlandweit die Bühnen unsicher. Unsere Wurzeln liegen jedoch im Landkreis Rhön-Grabfeld. Hier kann es passieren, dass man ganz unverhofft einen Abend mit der „Rockbääänd“ verbringen darf – sei es bei einem klassischen Beatabend oder gar bei einer Betriebsfeier.

Auf welche Art von Musik können sich die Besucher einstellen, wenn Sie ihren Stopp bei Euch einlegen?

Felix Kiesel: Auf satten, erdigen und ehrlichen Classic Rock und Hardrock der 80er und 90er, der einem den Schweiß aus dem Gesicht und den Bierschaum vom Krug föhnt. Hier heißt es: „Haare auf – Bühne frei – this one goes to eleven!“

Wärest Du nicht als Musiker, sondern als Gast auf der Veranstaltung, bei welcher Band würdest Du an dem Abend auf jeden Fall Halt machen?

Felix Kiesel: Diese Entscheidung fällt mir schwer. An solch einem Abend würde ich wohl nicht vorfiltern, sondern die Gelegenheit ergreifen, mich bewusst ziellos durch die verschiedenen Gassen, Scheunen, Klänge und Stile treiben zu lassen.

Berna klingt echt gut

Wann? Samstag, 7. September, 18 bis 23 Uhr; Mainbernheim;

Wer und wo? Scheune 1: „StiGiKaMa & Friends“ / „The fuuh“; danach After-Show-Party; Rathaussaal: „Saxofun“ / „Oliver Munique“; Scheune 7: „Shaggy Rovers“ / 21.30 Uhr Irish Dance auf der Straße; Scheune 8: „Second Chapter“; Gewölbekeller: „The Kultiwaiters“ / „Redwood Tree“; Gasthaus „Zum Bären“: Daniel Zepter / Didi Blender; Café Bärenstark: Wirtshaussingen; Quartiersgaragen: „Cadillacs“; Scheune 9: „Rockbääänd“ / 50m Freistil; Rathausplatz: Abschluss-Feuershow um 23.05 Uhr;

Wie? Eintrittsbändchen können an drei Scheunen erworben werden und gelten dann für alle Veranstaltungen. Wer zwischen 18 und 18.30 Uhr kommt, zahlt nur den halben Eintritt, ab 18.30 Uhr zahlen Erwachsene 6 Euro, Jugendliche ab 16 Jahre 4 Euro; fürs leibliche Wohl ist gesorgt.

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