MARKTSTEFT

Mit Wunderlampe im Gepäck nach Steft

Der Marktstefter Fasching verspricht in diesem Jahr eine orientalische, zauberhafte Nacht zu werden
Artikel drucken Artikel einbetten
red szegans2
Als Moderatorin Marylin Monroe führte Tanja Adam bei der letzten SteFaNa (Thema: Stars und Sternchen zu Gast in Marktsteft) durchs Programm. Das Foto zeigt sie mit ihrem Mitmoderator Alex Schmitt und „Glücksfee" Cindy aus Marzahn (Mitte). Foto: Foto: privat
+1 Bild

Marktsteft. „Ausreichend Landeplätze für fliegende Teppiche vorhanden!“ Das Organisationsteam der „SteFaNa“ (Stefter Fastnacht) in Marktsteft lebt seine Kreativität schon in der Einladung zum diesjährigen Fasching in der Mehrzweckhalle aus. Am Samstag, 2. März, ist es soweit. Tanja Adam und ihr Team begrüßen die Gäste heuer unter dem Motto „1001 Nacht“.

Die „SteFaNa“ findet heuer bereits zum 13. Mal statt. Seit wann mischen Sie mit?

Tanja Adam: Wenn ich so darüber nachdenke, dann bin ich eigentlich schon von Beginn an dabei. Damals zwar noch nicht so aktiv wie heute, aber im damaligen Damenballett habe ich schon mitgetanzt. Anfangs war es jedoch noch ein anderer großer Faschingsball, der sich erst später zur jetzigen „SteFaNa“ entwickelt hat.

Sie sind also ein echter Faschingsfan?

Tanja Adam: Im Gegenteil. Eigentlich war ich nie ein großer Faschingsnarr – bis ich dann irgendwie mit hineingeraten bin. Nachdem damals die Trainerin des Damenballetts aufgehört hat und somit auch die „reiferen“ Tänzerinnen das Handtuch werfen wollten, hab? ich die Tanznachfolge meiner Mutter angetreten. So habe ich neun Jahre lang in dieser Gruppe mitgetanzt.

Und dann?

Tanja Adam: In meinem eigentlichen zehnten Jahr hat dann die damalige Moderatorin der „SteFaNa“ wegen Nachwuchs aufgehört – und so bin ich zur Moderatorin berufen worden, was mir auch sehr viel Spaß gemacht hat. Als im Folgejahr auch noch die Tanztrainerin des Damenballetts aufhörte, habe ich kurzerhand auch noch diesen Posten übernommen. Seitdem sind auch schon wieder fünf Jahre vergangen und seit letztem Jahr gehöre ich mit zum Organisations-Team. Man wächst also mit seinen Aufgaben!

Die „SteFaNa“ findet jedes Jahr unter einem Motto statt. Hat sich das bewährt?

Tanja Adam: Es war ein Versuch in meinem ersten Jahr als Moderatorin. Damals fingen wir mit dem Thema Ägypten an. Zu unserer Freude kostümierten sich ganz viele Besucher auch nach diesem Thema. Es machte so viel Spaß, die unterschiedlichsten und kreativen Kostüme passend zum Thema zu sehen, dass wir beschlossen, das so weiter zu führen. Und so wurden auch unsere weiteren Themen – wie zum Beispiel „Tief unten im Meer“, „Afrika“, „Weltall“, „Stars und Sternchen“ – super angenommen.

Ist das Ganze nicht mit großem Mehraufwand verbunden?

Tanja Adam: Natürlich fordert eine Deko, die speziell zum Thema passen soll, auch immer einen deutlich größeren Aufwand. Aber wir haben ein super Team, das das alles möglich macht. Die Besucher sind jedes Jahr schon ganz gespannt, was wir uns wieder haben einfallen lassen! Auch die Bar wird immer nach dem Thema benannt und einen passenden Cocktail servieren wir dort auch.

Nicht allen Orten gelingt es, eine größere Faschingsveranstaltung zu etablieren. Was für Voraussetzungen waren nötig?

Tanja Adam: Wir hatten früher immer einen großen Faschingsball bei uns in der Mehrzweckhalle. Leider blieben von Jahr zu Jahr immer mehr Besucher weg. Aus welchem Grund genau das so kam, ist schwierig zu sagen. Aus dieser „Not“ heraus hat sich damals ein Gremium gebildet, das sich wirklich Gedanken gemacht hat: Was kann man anders – oder besser – machen, damit es wieder ansprechender für die Leute wird?

Zu welchen Ergebnissen ist das Gremium gekommen?

Tanja Adam: Wir wollten den Leuten aus der eigenen Ortschaft etwas bieten, damit sie an Fasching nicht in die Ferne schweifen müssen, um was zu erleben. Es war mit Sicherheit nicht einfach, aber ich glaube, man kann behaupten, dass unser Gremium erreicht hat, was andere vielleicht nicht schaffen! Für die „SteFaNa“ spricht ganz sicher, dass die Gäste bei uns nicht nur Sitzen und Zuhören oder Zusehen. Bei uns bleibt auch genügend Zeit, um selber das Tanzbein zu schwingen! Wenn die Leute nach Hause gehen und sich dort gleich im Kalender den Termin für das folgende Jahr notieren, dann haben wir alles richtig gemacht!

Der Auftritt eines Männerballetts kommt beim Publikum immer gut an. Ihr habt gleich zwei davon auf der Bühne stehen. Wie heben sich Eure Männer von den Gästen aus Winterhausen ab?

Tanja Adam: Tatsächlich sind Männerballetts immer ein Highlight auf solchen Veranstaltungen. Sie bringen Stimmung und gute Laune. Und das garantieren auf jeden Fall beide unserer Gruppen. Allerdings ist die Stimmung bei einem heimischen Ballett natürlich noch mal ganz anders, wenn man die eigenen Leute kennt. Daher bestreiten unsere Männer das Finale des „offiziellen“ Teils immer mit sehr kreativen und durchaus lustigen Tanzeinlagen. Das ist natürlich mit Recht der Höhepunkt des Abends.

Ist es nicht schwer, Männer zu finden, die ihr Sporttrikot gegen ein Tanzdress tauschen?

Tanja Adam: Ich bin selbst immer wieder erstaunt, wie viele Jungs in verschiedenen Altersklassen jedes Jahr dabei sind! Einfach ist es sicher nicht, seine Truppe zusammen zu halten. Man hat immer mal Abgänge, aber auch immer wieder Neuzugänge. Wenn man sieht, mit welchem Spaß und welcher Freude die Männer dabei sind, dann weiß man, warum die Gruppe sich so gut hält. Die Stimmung passt einfach und der Spaß kommt schon beim Training nicht zu kurz! Da wird sicher auch das ein oder andere Motivationsbierchen fließen… Am Ende machen der Applaus und das Grölen der vorwiegend weiblichen Zuschauer sicher viele Anstrengungen wieder wett.

Habt Ihr neben dem Männerballett noch weitere Programmpunkte aus eigenen Reihen?

Tanja Adam: Nachdem ich vor kurzem erst Nachwuchs bekommen habe und deshalb dieses Jahr mein Traineramt für das Damenballett nicht ausüben konnte, gibt es dieses Jahr leider keinen weiteren Programmpunkt. So einen Tanz vorzubereiten ist sehr zeitaufwändig und leider habe ich keinen Ersatz finden können. Aber wer weiß, wie es nächstes Jahr aussieht? Wir haben mit unseren Gastauftritten auf jeden Fall für super Ersatz sorgen können. Von daher muss sich niemand Gedanken machen, dass der Abend zu langwierig werden könnte.

Nach dem offiziellen Teil geht?s wie weiter?

Tanja Adam: Nach dem Männerballett und dem Finale, bei dem alle Akteure des Abends noch mal auf die Bühne kommen, ist der offizielle Teil um zirka Mitternacht vorbei. Was natürlich nicht heißt, dass danach Feierabend ist! Im Gegenteil: Da geht es dann so richtig los. Die „Schwanbergstürmer“ heizen, wie im letzten Jahr, ordentlich ein. Und dann ist noch lange nicht Schluss und es kann gefeiert und getanzt werden bis in die frühen Morgenstunden!

Auf einen Blick

SteFaNa: Zur 13. Stefter Fastnacht lädt der TV Marktsteft am Faschingssamstag, 2. März, um 19.11 Uhr in die Mehrzweckhalle ein. Das Motto lautet heuer „1001 Nacht“. Die Gäste erwarten Tanz und Showeinlagen sowie Musik von den „Schwanbergstürmern“. Fürs leibliche Wohl ist gesorgt und es gibt eine Kostümprämierung.

Karten: Sitzplätze 8 Euro – Stehplätze 7 Euro. Restkarten gibt es bei Silke Lang, Tel. 09332/4656. An der Abendkasse sind auf jeden Fall noch Stehplatzkarten für spontane Gäste zu erwerben.

Vormerken: Am Faschingssonntag, 3. März, dürfen auch die Kleinen ausgelassen Fasching feiern. Ab 14.11 Uhr freut sich das Gauditeam in der Mehrzweckhalle Marktsteft auf einen Nachmittag voller Spiele und Unterhaltung für Groß und Klein. Der Eintritt ist frei.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren