HÜTTENHEIM/LANDKREIS KT

Mit dem Weinrebell ins Paradies

Zum 14. Mal ist Walter Moßner mit seinem Projekt „Erlebnis Weinberg“ am Start. Diesmal verschlägt es den Nürnberger wieder mal in den Landkreis Kitzingen. Markus Hillabrand aus Hüttenheim wird die Projektteilnehmer durch das Weinjahr führen. Zu dem Weinseminar der besonderen Art sind Wiederholungstäter und neue Teilnehmer gleichermaßen eingeladen.
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Walter Moßner und Markus Hillabrand laden Neugierige zum Projekt „Erlebnis Weinberg“ ein. Foto: Foto: Moßner
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Zum 14. Mal ist Walter Moßner mit seinem Projekt „Erlebnis Weinberg“ am Start. Diesmal verschlägt es den Nürnberger wieder mal in den Landkreis Kitzingen. Markus Hillabrand aus Hüttenheim wird die Projektteilnehmer durch das Weinjahr führen. Zu dem Weinseminar der besonderen Art sind Wiederholungstäter und neue Teilnehmer gleichermaßen eingeladen.

Wie entsteht Wein? Wie arbeiten die Winzer im Weinberg und im Keller? Wer das schon immer wissen wollte, der ist beim Weinseminar von Walter Moßner genau richtig. Seit 2005 bietet der Grafik-Designer sein Projekt an. Ein Ideenwettbewerb des Fränkischen Weinbauverbandes hatte die Initialzündung gegeben. 2003 hatte der Verband einen schönen Slogan gesucht. Moßner gewann mit dem Spruch: „Der mit der Sonne tanzt.“ Seither ist er vom Frankenwein fasziniert.

Mit einer Gruppe von rund 20 Weinliebhabern besucht Moßner seitdem Winzer im Frankenland und begleitet sie einmal im Monat bei der Arbeit im Weinberg und im Keller. Vom Rebschnitt bis zur Abfüllung werden alle Schritte gemeinsam durchgeführt. Jahr für Jahr sucht Moßner einen neuen fränkischen Winzer, der den Teilnehmern zeigt, was ein Winzer macht – und vor allem wie.

Unter der fachkundigen Anleitung des Profis begleiten die Gäste ihren Wein ein Jahr lang aktiv, gehen bei den Arbeiten zur Hand und lernen viel über Landschaft, Böden, Klima, die Arbeit der Winzer und den Ausbau im Keller. „Wir lassen uns mit der Natur ein, wir tragen zum Erhalt der Kulturlandschaft bei, wir schärfen den Blick für anonyme Massenprodukte und wir sitzen gerne in geselliger Runde zusammen“, erklärt Moßner die Vorzüge des Projektes. Der Lohn nach einem Jahr „Arbeit“: ein eigener Wein mit eigenem Etikett. Denn jeder Seminarteilnehmer ist gleichzeitig Anteilseigner und zeichnet einen Anteil Weiß- und/oder Rotwein. „Ein Anteil entspricht 90 Flaschen“, erklärt Moßner. In Zusammenarbeit mit Markus Hillabrand werden in diesem Jahr Müller-Thurgau und Spätburgunder bearbeitet und schließlich abgefüllt. Als Besonderheit gibt es traditionell einen dritten Wein, der diesmal als Duo daher kommt. „Als Paket bestehend aus der Rebsorte Scheurebe und einem Secco“, erklärt Moßner.

Als Projektpartner hat Moßner bereits so renommierte Weingüter wie Roth in Wiesenbronn, Emmerich in Iphofen oder zuletzt das Weingut von Artur Steinmann in Sommerhausen gewinnen können. Nun ist also das Weingut Hillabrand in Hüttenheim dran. Jungwinzer Markus Hillabrand bewirtschaftet neun Hektar Weinbaufläche, davon 30 Prozent in Steillage. Bekannt ist Hillabrand aus dem BR-Fernsehfilm „Die fränkischen Weinrebellen“. Seine Weine wurden bereits häufig prämiert, unter anderem beim Internationalen Müller-Thurgau-Wettbewerb 2014. Er gehört zu den jungen Wilden. „Als Lehrmeister ist er aber bestimmt ganz zahm“, sagt Moßner und lächelt.

Mitmachen geht ganz einfach

Anmeldung: info@erlebnis-weinberg.de oder Tel.: 0172/1380065. Natürlich ist das Projekt auch online: www.erlebnisweinberg.de

Startschuss: Samstag, 9. März 2019, um 10 Uhr auf dem Weingut Hillabrand in Hüttenheim. Der Kitzinger Hofrat Walter Vierrether wird mit 14 Weinhoheiten anwesend sein.

Alle Termine finden samstags ab 10 Uhr statt. Die Lese kann auch eventuell werktags stattfinden. Das Weingut Hillabrand bietet bei jedem Termin eine kleine Bewirtung an und stellt die Kosten in Rechnung.

Lohn: Jeder Anteilseigner erhält sein

personalisiertes Flaschenkontingent mit auf dem Etikett platziertem Namen. Entwicklungs-, Gestaltungs- und Druckkosten werden umgelegt und gesondert berechnet.

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