VOLKACH

Mit Augustinus zur inneren Einkehr

Auf der Vogelsburg wurde auch der Augustinusweg mit den Fünf Naturstein-Stelen, die die Bildhauer-Familie Grimm aus Kleinrinderfeld und Volkach geschaffen hat, überrbeitet – und jetzt gesegnet.
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Kurt, Willi und Fred Grimm (von links) gehören zur Familie Grimm, den Schöpfern der sechs Stelen auf dem Augustinusweg der Vogelsburg. Nach der Aufbereitung segnete Pfarrer Bernhard Stühler die Werke, worüber sich Priorin Hedwig Mayers und Juliusspital-Oberpflegeamtsdirektor Walter Herberth freuten. Foto: Foto: Hartmut Hess

„Augustinus hat seine Thesen vor 1600 Jahren verfasst, sie sind heute immer noch zeitnah“, waren die Worte von Schwester Hedwig Mayer, der Priorin der Schwestern auf der Volkacher Vogelsburg am Sonntag beim Segnungs-Spaziergang des Augustinus-Wegs. Dieses „Highlight“ könne jetzt wieder neu entdeckt werden, sagte Pfarrer Bernhard Stühler über den Weg mit fünf Naturstein-Stelen, die die Bildhauer-Familie Grimm aus Kleinrinderfeld und Volkach geschaffen hat.

Die Priorin erinnerte daran, dass eine jahrzehntelange Freundschaft zum Bildhauer Willi Grimm der Ursprung für den Augustinusweg war. 2007 hatte die Gemeinschaft der Augustiner-Schwestern ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert und damals bei Willi Grimm angefragt, ob denn nicht ein Bildhauer-Kolloquium auf der Vogelsburg möglich wäre. Daraus resultierte der Augustinusweg mit sechs Stelen der Familie Grimm. Zwei der Naturstein-Stelen erstellte Willi Grimm, je eine weitere schufen seine Söhne Kurt, Helmut und Fred sowie die Enkelin Christina Grimm. Die erste Stele steht am Parkplatz und geleitet den Gast auf dem Weg zur Mariä-Schutz-Kirche.

Die Würzburger Juliusspital-Stiftung mit Oberpflegeamtsdirektor Walter Herberth an der Spitze hatte vor Jahren die Weichen für die Generalsanierung der Vogelsburg gestellt. Nach dem Abschluss der Arbeiten wurden jetzt auch die Stelen des Augustinuswegs aufbereitet und erscheinen ebenso neu wie die Mariä-Schutz-Kirche, das Domizil der Ordensschwestern, das Hotel und Gastronomie.

„Der Augustinusweg ergänzt diesen spirituellen Ort“, betonte Schwester Hedwig, die fand, „dass dadurch sichtbarer wird, was bereits vorhanden war“. An den einzelnen Stelen erläuterte Hedwig Mayer die Intentionen der Künstler zu ihren Werken. „Mach weit das Haus meiner Seele“, sei die Aufforderung der Werke, die zur inneren Einkehr rufen.

Ein Klarinetteenspieler geleitete die Gäste des Segnungs-Spaziergangs von Stele zu Stele, wo Schwester Hedwig die Botschaften der Kunstwerke transportierte und Pfarrer Stühler die Stationen mit Sätzen von Augustinus erklärte.

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