SEINSHEIM

Milch, Honig und Frankenwein im Paradies

Die Weinparadiesscheune hat nach einem Relaunch und einer Erweiterung mit Einbau einer Vinothek ein neues, frischeres Gesicht bekommen.
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Bürgermeister Heinz Dorsch, Landrätin Tamara Bischof, Frankens Weinkönigin Christina Schneider, Staatsminister Helmut Brunner, die Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt und Otto Hünnerkopf (von links) pflanzten zu Erinnerung eine Kornelkirsche. Foto: Foto: Gerhard Krämer

Sie ist etwas Besonderes: Die Weinparadiesscheune hoch über Bullenheim und Seinsheim, eingebettet zwischen Weinbergen und Wald. Errichtet genau auf der Grenze der Landkreise Kitzingen und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und damit auch auf den Bezirksgrenze zwischen Unter- und Mittelfranken. 2002 als Einkehrstätte im Weinparadies Franken in Betrieb genommen, hat sie jetzt nach einem Relaunch und einer Erweiterung mit Einbau einer Vinothek ein neues, frischeres Gesicht bekommen.

Umbau im laufenden Betrieb

Viele Gründerväter der Weinparadiesscheune waren da, als der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, und die Fränkische Weinkönigin, Christina Schneider, den Erfolg und die Neukonzeption dieser weintouristischen Einrichtung würdigten. Dekan Ivo Huber und Pater Wilson Packiam stellten die Scheune und alle, die dort ein- und ausgehen unter den Segen Gottes.

Im laufenden Betrieb durch das Pächterehepaar Sonja und Helmut Scherer wurde laut Architekt Walter Böhm (Iphofen) erweitert und umgebaut. Ein halbes Jahr Kernbauzeit, ein viertel Jahr Anbau, ein viertel Jahr Herrichtung der Scheune, umriss Böhm die Bauzeit mit Firmen überwiegend aus der Region. „Die Weinparadiesscheune ist Inbegriff für die ganze Region“, sagte Böhm, weswegen es galt, den Charakter beizubehalten. Unerwartet sei nur die notwendige Erneuerung einer Außenwand gewesen, ansonsten sei alles im Zeit- und Kostenrahmen geblieben.

Zudem freute sich Minister Brunner, dieses „wunderbare Weintourismuskonzept“ mit 140 000 Euro fördern zu dürfen. Brunner hält diese Förderung für mehr als gerechtfertigt, ist er doch sicher, dass die Weinparadiesscheune eine große Strahlkraft besitzt und ein Besuchermagnet ist. Im Tourismus gewännen heimatliche Gefilde wieder an Bedeutung. Gleichzeitig gelte es, die Produkte in den Vordergrund zu rücken.

Brunner würdigte ausdrücklich die „grenzenlose Zusammenarbeit“ der beteiligten sieben Gemeinden unter Beachtung von Qualitätsmerkmalen. „Die Teamarbeit ist Gewähr für einen dauerhaften Erfolg“, sagte Brunner, der davon überzeugt ist, dass im Paradies nicht nur Milch und Honig fließen, sondern bald auch Frankenwein.

Brunner ging in seiner Rede auch auf den Klimawandel ein, der für den Weinbau in der Region eine große Herausforderung sei. Es gelte, intelligente und wassersparende Bewässerungssysteme zu entwickeln. Dem konnten Landrätin Tamara Bischof und der stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Weinparadies Franken, Seinsheims Bürgermeister Heinz Dorsch, nur zustimmen.

Baum zur Erinnerung

Landrätin Bischof würdigte zudem die seit vielen Jahren bestehende interkommunale Zusammenarbeit. Ihre Kollegin aus dem Nachbarlandkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, stellvertretende Landrätin Gisela Keller, ging auf das „Gemeinsam“ ein und lobte Vinothek und den barrierefreien Zugang zu den Sanitärräumen.

Die Fränkische Weinkönigin Christina Schneider bezeichnete die Weinparadiesscheune als Symbol für erfolgreichen Weintourismus. Sie könnte sich stundenlang hier aufhalten und den Wein und die Aussicht genießen.

Als Erinnerung an die Erweiterung der Scheune pflanzten die Ehrengäste vor der Scheune zum Abschluss noch eine Kornelkirsche.

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