DETTELBACH

Mehr Platz für Wohnmobile

Der Dettelbacher Wohnmobilstellplatz wird von 27 auf insgesamt 47 Stellplätze erweitert.
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Erweiterung: Um rund 18 Stellplätze soll der Wohnmobilstellplatz in Dettelbach erweitert werden. Foto: Foto: Haass

Der Dettelbacher Wohnmobilstellplatz wird erweitert. Ein wenig überraschend konnte sich der Stadtrat am Montagabend auf eine Variante des Ausbaus einigen. Vier verschieden große Möglichkeiten hatte die Verwaltung ausgearbeitet, nach fruchtbarer Diskussion gab es eine knappe Entscheidung, die als Kompromiss gesehen werden kann.

Idyllisch am Main direkt an der Fähre nach Mainsondheim gelegen, bietet der Dettelbacher Wohnmobilstellplatz eine durchaus interessante Übernachtungsmöglichkeit für Wohnmobilisten, die allerdings mit 27 Stellplätzen schnell ihre Grenzen erreicht. Eine Erweiterung schien angebracht, die Verwaltung sollte Möglichkeiten ausarbeiten, der Haushalt 2016 enthält 20 000 Euro für den Ausbau bereit.

Allen vier Varianten gemeinsam ist das modulare System, heißt, dass die geplanten Stellplätze mit einer Größe von fünf Mal zehn Metern im Rasterformat künftigen Anforderungen und auch Erweiterungen angepasst werden können. Alle Varianten bauen auf den Bestand auf und erstrecken sich zwischen Main und der Verbindungsstraße zur B 22. Und bei allen Varianten muss die Planung mit den Grundeignern, der Bundeswasserverwaltung und dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt werden.

Die Unterschiede der einzelnen Varianten liegen vor allem in der Größe – von elf über 37, 44 und 47 neuen Plätzen reicht das Spektrum, bei den drei größeren Varianten könnten zusätzlich Spielgeräte und Sitzgelegenheiten die Attraktivität steigern. Die Geräte müssten bei Hochwasser entfernt werden. Die Kosten liegen zwischen 17 000 und 40 000 Euro, ein Festplatz im Anschluss wäre möglich.

Einig waren sich die Räte: In Stoßzeiten, etwa beim Weinfest, an Ostern oder Pfingsten, würde auch die große Variante bei weitem nicht ausreichen. Das sollte aber nicht der Maßstab sein. Positive Stimmen gab es für fast alle Varianten, zu groß sollte die Erweiterung aber auch nicht werden. Am Ende stellte Bürgermeisterin Christine Konrad, die eine engagierte und sachliche Diskussion moderierte, drei Möglichkeiten zur Abstimmung: Die Erweiterung um zwei Doppelreihen, also auf insgesamt 47 Stellplätze, eine Doppelreihe mit etwa 18 neuen Plätzen und einem kleinen Platz zum zusammen Sitzen, sowie einer einfachen Reihe mit elf weiteren Plätzen.

Am Ende einigten sich die Räte bei 11:9 Stimmen auf die Erweiterung um eine Doppelreihe. Die Verwaltung wurde beauftragt, dafür die Pläne auszuarbeiten.

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