MARTINSHEIM

Martinsheimer Rat verabschiedet Haushalt

In seiner Sitzung hat der Gemeinderat Martinsheim den Haushalt für das Jahr 2017 beraten und beschlossen. Noch steht der Ort gut da, aber Arbeiten am Kanalnetz stehen an.
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In seiner Sitzung am Mittwochabend hat der Gemeinderat Martinsheim den Haushalt für das Jahr 2017 beraten und beschlossen. Dafür stand der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Wolfgang Schmer den Ratsmitgliedern in der alten Schule in Martinsheim Rede und Antwort.

Der Haushaltsplan beläuft sich auf 2,275 Millionen Euro im Verwaltungs- und 1,034 Millionen Euro im Vermögenshaushalt, was einem Gesamthaushalt von 3,309 Millionen Euro entspricht. Bis zum Jahresende sollen die Schulden auf rund 200 573 Euro reduziert werden, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 187 Euro ergibt; der Landesdurchschnitt liegt bei 627 Euro.

Den mit Abstand größten Posten bei den Ausgaben stellt der Grunderwerb von Flächen für Baugebiete mit insgesamt 800 000 Euro dar. Auch Planungskosten für die Baugebiete in Martinsheim und Gnötzheim von 37 000 Euro sind vorgesehen.

Weitere größere Ausgaben sind für den Breitbandausbau, einen neuen Ölabscheider am Schlepperwaschplatz in Enheim, die Neuanlage eines Spielplatzes in Unterickelsheim, Unterhalt von Straßen und Wegen, ein neues Feuerwehrfahrzeug für Enheim und erste Planungen für den Kanalanschluss an den Abwasserzweckverband Ochsenfurt (AVO) geplant.

Letztere fallen mit rund 15 000 Euro noch moderat aus, wobei der Kämmerer betonte, dass dies noch keinerlei Hinweise auf die tatsächlichen Kosten in den nächsten Jahren liefert. Was der Anschluss an den AVO kosten wird, soll durch diese Planungen letztlich festgelegt werden, ebenso wie das Ganze dann finanziert wird. Wenn es dazu konkrete Informationen gibt, will die Gemeinde darüber in einer Bürgerversammlung informieren.

Die Einnahmen der Gemeinde kommen vor allem aus der Grund- und Gewerbesteuer, der Einkommens- und Umsatzsteuerbeteiligung, Nutzungsgebühren und der Schlüsselzuweisung. Hier gab es in allen Bereichen eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr, so dass in diesem Jahr keine Kreditaufnahme nötig ist. In den kommenden Jahren könnte dies jedoch für den Anschluss an den AVO nötig werden, sagte Kämmerer Schmer.

Außerdem im Rat:

• Nachdem der Haushalt beschlossen war, stimmte die Gemeinde auch noch über einen neuen Stromliefervertrag für die nächsten drei Jahre ab, da der derzeitige dieses Jahr ausläuft. Den Zuschlag als günstigster Anbieter erhielt die N-Ergie Nürnberg, wobei sich der Rat für den Ökostromtarif mit reinen Stromkosten von 3,228 Cent/Kilowattstunde entschied. Im Vergleich zum Nicht-Ökostrom Tarif sind das jährliche Mehrkosten von etwa 65 Euro hatte der Kämmerer ausgerechnet. Auf diesen Preis müssen noch verschiedene Umlagen und Steuern dazu gezahlt werden, die jedoch gesetzlich vorgeschrieben und bei allen Anbietern gleich sind.

• Außerdem wurde abgestimmt, einen Heckenschneider mit Akku und Ladegerät für rund 800 Euro zu besorgen. Ein entsprechendes Gerät zu mieten würde 50 Euro pro Tag kosten.

• Die nächste Gemeinderatssitzung findet voraussichtlich am Montag, 7. August statt.

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