KITZINGEN

Marshall Heights bekommt eine zweite Zufahrt

Der erste große Brocken der einstigen Kitzinger US-Wohnsiedlung Marshall Heights ist zu 75 Prozent vermarktet. Teil zwei ist im Kommen – mit einer neuen Zufahrt.
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Nachdem mit dem Verkauf der 103 Texashäuser und der nahenden Vermarktung von fünf Wohnblocks der erste Entwicklungsabschnitt in der einstigen US-Wohnsiedlung Marshall Heights in Kitzingen zum größten Teil verwirklicht ist, soll Teil zwei angegangen werden – und mit ihm eine zweite Zufahrt zu dem Gelände von der B8 aus. Foto: Foto: Harald Meyer
Die Vermarktung der einstigen Kitzinger US-Wohnsiedlung Marshall Heights kommt rasch voran: Investor Georg Wittmann packt jetzt den zweiten Entwicklungsabschnitt in dem 32 Hektar großen Gelände an. Der Stadtrat stimmte am Donnerstagabend zu, die Voraussetzung dafür zu schaffen – einen Erschließungsvertrag für die zweite Zufahrt von der B 8 aus (hinter McDonald).

Rasante Wiederbelebung

Das Tempo der Wiederbelebung der vor zwei Jahren von Wittmann gekauften Siedlung ist rasant. 103 Texashäuser sind verkauft, fünf Wohnblocks auf dem Weg der Sanierung und Vermarktung. Weil nach den Angaben des Immobilienmaklers der erste von sieben Entwicklungsabschnitten zu 75 Prozent vermarktet ist, soll nun Teil zwei in Gang kommen. Dazu gehören der einstige Kindergarten, die alte Schule mit zwei Anbauten und der frühere US-Verbrauchermarkt.

Blick auf Straßen und Kanäle

Beide Entwicklungsschritte zusammen machten eine zweite Zufahrt „zwingend erforderlich“, betonte Oberbürgermeister Siegfried Müller. Sowohl die Zufahrtsstraße von der B 8 aus, die nach den ersten fünf Wohnblocks nach links auf die Gabelsberger Straße führt, als auch die Kanäle müssten nun auf ihren Zustand hin untersucht und gegebenenfalls saniert werden. Müller geht aber nicht von bösen Überraschungen aus. Straße und Kanäle seien 2002 erneuert worden.

Der angestrebte Erschließungsvertrag für die Zufahrt stieß bei Bürgermeister Stefan Güntner (CSU) – in der aktuellen Situation – auf wenig Gegenliebe. Derzeit sehe er keine Auslastung am Knotenpunkt in der Gabelsberger Straße, die eine zweite Anbindung an die B 8 nötig mache. Wenn Wittmann weder die Straße noch die Kanäle untersuchen lassen müsse, spare er Zeit und Geld.

OB sieht keine Zeitverzögerung

Die zweite Zufahrt werde zu einer „Verbesserung der Situation“ führen betonte OB Müller. Eine Zeitverzögerung sei ebenfalls unwahrscheinlich, da die Untersuchungen schon jetzt anlaufen könnten, während Wittmann die Vermarktung seiner Wohnblocks bis zur Jahresmitte in Gang bringen könne. Für Uwe Pfeiffle (Freie Wähler) ist die B 8-Zufahrt ohnehin ein Muss, zu Spitzenzeiten. Und die sieht er kommen, wenn Kinderhort und -krippe fest installiert sind und Eltern ihre Kinder holen oder bringen.

Kein Ton zu Kindertagesplätzen

Kein Thema in der Sitzung war die geplante Übergangslösung für bis zu 50 Kindertagesplätze. Auch hier könnte die zweite Zufahrt den Verkehr entzerren. Vor allem dann, wenn die Stadt Wittmanns Vorschlag folgt und den vergleichsweise neuen Anbau an der früheren Elementary School nutzt. Die Alternative dazu läge auf dem Gelände des Kinderhorts an der Gabelsberger Straße, wo die Kindergruppen nach Vorstellungen der Verwaltung in Containern untergebracht werden könnten.

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