KITZINGEN

Mahnwache gegen weitere Abschiebungen

Gegen die Abschiebungen nach Afghanistan gibt es am Samstag um 11 Uhr auf dem Kitzinger Marktplatz wieder einen 15-minütigen stillen Protest.
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Mahnwache gegen weitere Abschiebungen
Mit einer Mahnwache fordern Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer den Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan.FOTO: Sebelka

Gegen die Abschiebungen in das „Kriegsland“ Afghanistan und alle anderen von Kriegswirren gezeichneten Ländern gibt es am Samstag, um 11 Uhr, am Kiliansbrunnen auf dem Kitzinger Marktplatz einen 15-minütigen stillen Protest. Vier Wochen nach der ersten Protestaktion gegen die derzeit geltende Abschiebepraxis in Bayern haben die Kitzinger Integrationsbeauftragte Astrid Glos und die Mitglieder des Runden Tischs Asyl zu der viertelstündigen Mahnwache aufgerufen.

Das Anliegen hat sich seit dem ersten Protest nicht verändert. Gerade Ende April habe es wieder eine Abschiebewelle in Bayern gegeben, so Glos in der Einladung. Derzeit würden zwar nur wenige Afghanen in den Flieger gesetzt. Sie würden aber in einer Sammelunterkunft bei München zusammengeführt. Nach Beendigung des Verfahrens sei es leicht, sie auszufliegen, so Glos.

Das halten die Veranstalter für unverantwortlich. Dem ersten Aufruf waren rund 50 Teilnehmer gefolgt, die ihre Botschaften auf Schildern mitteilten. Nach den zuletzt verfügbaren Zahlen sind in Stadt und Landkreis Kitzingen gut 400 Menschen mit einem afghanischen Pass registriert. Die Regierung von Unterfranken geht laut Anfrage von 90 ausreisepflichtigen afghanischen Asylbewerben in Unterfranken aus. Es handelt sich um abgelehnte Asylbewerber, bei denen die Rechtsmittel erschöpft sind. Dass sie dennoch blieben dürfen, dafür stehen die Menschen in der Mahnwache am Samstag um 11 Uhr.

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