VOLKACH

Spaß mit dem Tuba-Bass

Das tiefste Blechblasinstrument begeistert Groß und Klein.Tuba-Workshop am kommenden Wochenende
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Tuba spielen ist eine coole Sache. In diesem Punkt sind sich die drei Musiktalente Jano (12), Alexander (9) und Noah (10) völlig einig. Foto: Fotos: Peter Pfannes
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„Die tiefen Töne sind voll cool“, sagen Jano und Noah im Gleichklang. Die beiden Brüder im Alter von zwölf und zehn Jahren sind begeisterte Tubisten. Bereits seit vier Jahren spielen sie das mächtige Blechblasinstrument. Im Nachwuchsorchester der Volkacher Musikschule sind sie als „basslastige“ Rhythmusgeber bereits feste Größen. Wenn am Wochenende der VolWorkshop für tiefe Blechblasinstrumente in Volkach stattfindet, dann sind die beiden Musiktalente aus Obervolkach mittendrin.

Bereits zum sechsten Mal laden das Deutsche Tubaforum, der Nordbayerische Musikbund und die Musikschule Volkacher Mainschleife zur Mega-Musikprobe ins Schulzentrum Volkach ein. Unter fachkundiger Anleitung wollen die Fans von Tuba, Euphonium, Bariton und Tenorhorn vom 2. bis 4. November ihr Spiel verbessern, neue Noten und auch In-strumente kennenlernen. Das Dozententeam kann sich sehen lassen. Es unterrichten Prof. Stefan Heimann aus Stuttgart, Stefan Ambrosius (German Brass), Manfred Häberlein (Harmonic Brass), Constantin Hartwig (Staatsoper München), Siegfried Jung (Nationaltheater Mannheim) und Philippe Wendling (Konservatorium Straßburg). Mit viel Spaß werden die etwa hundert Teilnehmer im Alter zwischen neun und 60 Jahren gemeinsam im großen Tuba-Orchester zu musizieren.

In der Gruppe zu üben ist für Jano und Noah das Größte. Wenn am Ende vieler gemeinsamer Proben im Nachwuchsorchester, in dem die beiden Jungen seit zwei Jahren spielen, ein Musikstück steht, sind sie glücklich. „Mit den vielen Instrumenten hört sich das dann super an“, erzählt Jano. „Das ist ein bombastischer Sound“, ergänzt sein Bruder. Die Frage, was denn das Schwierigste am Tuba-Spiel ist, beantwortet Noah kurz und bündig: „Die ganz hohen und die ganz tiefen Töne.“

Kondition beim Blasen in das riesige Instrument braucht man schon, „aber nicht so viel wie beim Trompeten-Spiel“, weiß Jano. Dass der Nachwuchs mit Begeisterung bei der Sache ist, freut Musikschulleiter Oskar Schwab ganz besonders. Der 62-Jährige, der mit Tenorhorn begann, ist ein echter Routinier in Sachen Tuba-Spiel. „Die Tuba ist das tiefste Blechblasinstrument und sorgt im Orchester für den vollen Klang“, sagt er. Die heutigen modernen Tuben seien „kindgerecht“.

Zehn Kinder und Jugendliche lernen an seiner Musikschule das Tuba-Spiel, darunter der neunjährige Alexander aus Stadelschwarzach. „Es geht ganz locker, hineinzublasen“, sagt der Bub selbstbewusst und spielt fehlerfrei ein klangvolles „Freude schöner Götterfunken“-Solo. Und weil seine Tuba ziemlich schwer ist, muss die Mama halt immer als Trägerin herhalten. Sein großes Ziel: „Ich will auf die Bühne.“

Auch Jano und Noah haben konkrete Pläne. Wenn sie den Workshop am Wochenende erfolgreich hinter sich gebracht haben, hoffen sie, das Rüstzeug für die D1-Prüfung des Nordbayerischen Musikbund zu haben. Mit dem Leistungsabzeichen in der Tasche bleibt dann auch wieder mehr Zeit für das zweite Hobby der beiden Youngster, das Fußballspielen.

Tubatreffen in Volkach

Konzert: Höhepunkt des Tubatreffens ist das Konzert in der Volkacher Mainschleifenhalle am Samstag, 3. November um 19 Uhr. Hier wird die legendäre Riesentuba „Ilse“ zu hören sein, gespielt von Prof. Jörg Wachsmuth (Dresden), begleitet vom Symphonischen Blasorchester Volkach unter Leitung von Ernst Oestreicher. Dabei ist auch das Tuba-Quartett vom Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr. Abschluss des Workshops ist eine Matinee am Sonntag, 4. November um 11.30 Uhr, bei schönem Wetter auf dem Marktplatz, sonst in der Mainschleifenhalle.

Karten gibt es im Rathaus Volkach oder an der Abendkasse zum Preis von 15 Euro, ermäßigt acht Euro.

Weitere Infos unter www.tubaforum.de.

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