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MÜNSTERSCHWARZACH

Singende Männer willkommen

Bruder Julian Glienke aus Münsterschwarzach startet gerade mit einem neuen Projektchor in die Probenphase. Interessierte können noch mit einsteigen.
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Mit großer Freude geht der Münsterschwarzacher Projektchor (hier bei einer vergangenen Aufführung) die neue Herausforderung an. Die Aufführung findet am 24. Mai in der Abteikirche statt. Fotos: Katharina Gebauer
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Münsterschwarzach Es ist ein Abenteuer, auf das sich Bruder Julian Glienke gerne einlässt. Mit ihm bekannten, aber gerne auch mit vielen neuen Stimmen will er in den kommenden Monaten eine moderne Messe einstudieren. Diese soll am 24. Mai im Gottesdienst der Abteikirche Münsterschwarzach zur Aufführung kommen. Die ersten Gesangsproben unter seiner Leitung laufen bereits.

Frage: Kam es denn schon öfter vor, dass der Abteichor für kurze Zeit zu einem Projektchor wurde? Oder was steckt genau dahinter?

Br. Julian Glienke: Den Abteichor habe ich 2008 gegründet – als Erwachsenenchor, der mit dem Egbert-Gymnasium und der Abtei verbunden ist. Vor allem singen hier Eltern des EGM und Menschen aus dem Umfeld der Abtei mit. Von Anfang an habe ich dabei in Projektform gearbeitet. Das heißt: Ein- bis zweimal pro Jahr lade ich zu einem Projekt ein, so dass die Teilnehmer sich nur für begrenzte Zeit verpflichten. Es gibt aber einen Stamm von Sängerinnen und Sängern, die schon seit Jahren immer wieder dabei sind.

Wie sind die ersten Proben für das neue Projekt angelaufen?

Br. Julian Glienke: Bei der ersten Probe waren schon knapp 30 Sänger dabei und wir konnten gleich gut anfangen. Verstärkung können wir aber noch gebrauchen – vor allem in den Männerstimmen.

Aktuell kann man also noch in die Proben einsteigen?

Br. Julian Glienke: Ja, man kann jetzt noch einsteigen. Voraussetzung ist vor allem die Freude am Singen. Vom Blatt singen können ist nicht ausschlaggebend und auch altersmäßig gibt es keine Beschränkungen.

Ich nehme an, die Sprache der Messe ist Latein. Stellt das in irgendeiner Weise eine Hürde dar?

Br. Julian Glienke: In lateinischer Sprache zu singen, ist nicht schwierig. Die Aussprache ist wie im Deutschen und die Bedeutung kann erklärt werden, ist aber eigentlich von jeder Messfeier her auch geläufig. Die Texte müssen auch nicht auswendig gelernt werden.

Sie leiten den Chor. Was bereitet Ihnen daran besonders viel Freude?

Br. Julian Glienke: Ein Chor ist wie ein großer Klangkörper, den man formen und dem man wunderschöne Klänge entlocken kann. Singen ist die unmittelbarste Form der musikalischen Äußerung und so ist man immer ganz nah am Menschen dran, es sind keine Instrumente dazwischen. Singen befreit die Seele und wenn man das spüren und auch hören kann, dann macht es Freude.

Was würden Sie sich von dem Auftritt des Chors am 24. Mai wünschen?

Br. Julian Glienke: Ich wünsche mir, dass der Chor bis dahin zu einer guten Einheit zusammengewachsen ist und dass die Aufführung im Gottesdienst zu einem kirchenmusikalischen Höhepunkt für die Sängerinnen und Sänger sowie auch für die Gottesdienstbesucher wird.

Chorprojekt zum Mitsingen

Chor: Der Abteichor Münsterschwarzach unter der Leitung von Br. Julian Glienke lädt alle, die Freude am Singen haben, zu einem Chorprojekt ein. Im Mittelpunkt steht die Erarbeitung einer modernen Messe, der Missa brevis von Jacob de Haan, einem zeitgenössischen niederländischen Komponisten (geb. 1959). Die Messe ist gut singbar, harmonisch einfach gehalten, aber auch immer wieder überraschend und originell.

Aufführung: Die Messe soll am Sonntag, 24. Mai, im Gottesdienst in der Abteikirche Münsterschwarzach zusammen mit einem Orchester aufgeführt werden. Ergänzt wird das Programm durch verschiedene Chorstücke aus Europa, unter anderem aus Russland, Estland und Schweden.

Proben: Der Chor probt immer donnerstags um 19.30 Uhr im Musiksaal 2 des Egbert-Gymnasiums. Bei Rückfragen: Br. Julian Glienke, Tel. 09324/

20353. (lni)

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