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KITZINGEN

Kitzingen: Planungen für den Faschingsumzug laufen

Kurt Engelbrecht ist ganz entspannt. Der 72-Jährige hat schon genug erlebt. Die Vorbereitungen auf einen Landkreisfaschingsumzug können ihn nicht mehr umhauen.
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Radelnder Organisator: Kurt Engelbrecht im Jahr 2013. Auch heuer wird er mit dem Rad unterwegs sein, um zu schauen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Foto: Foto: KiKaG
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Kurt Engelbrecht ist ganz entspannt. Der 72-Jährige hat schon genug erlebt. Die Vorbereitungen auf einen Landkreisfaschingsumzug können ihn nicht mehr umhauen.

Am Dienstag, 9. Februar, ist es so weit: Dann schlängelt sich der Gaudiwurm wieder durch die Straßen Kitzingens. Abwechselnd mit den Karnevalsfreunden aus Dettelbach und Obervolkach richtet die Kitzinger Karnevalsgesellschaft den Umzug aus. Nach 2013 ist die KiKaG in diesem Jahr wieder dran. Kurt Engelbrecht ist zum zweiten Mal Zugleiter.

Im September hat er mit der Arbeit begonnen: Die Vereine, die regelmäßig an den Umzügen teilnehmen, hat er angeschrieben. Ein Schreiben ging auch an die Stadtverwaltung raus, schließlich müssen die Straßen für den rund zwei Kilometer langen Zug gesperrt werden. „Und ohne die Hilfe des Bauhofs hätten wir eh ein Problem“, sagt Engelbrecht.

Die Straßen absperren und nach der Veranstaltung wieder säubern: Das erledigen die Männer vom Bauhof. Um den Rest kümmert sich Engelbrecht, den man getrost als Urgestein der KiKaG bezeichnen kann. Seit 35 Jahren ist er Mitglied, war schon als Schriftführer und Geschäftsführer aktiv. „Als der Verein vor drei Jahren in Schräglage war, habe ich halt auch den Job als Zugleiter übernommen“, erinnert er sich.

Die Erfahrungen aus 2013 kommen ihm heute zugute. Er weiß, auf wen er zugehen muss: Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Vereine. Die Adressen hat er in seinem PC gespeichert. „Bisher sind noch nicht so viele Rückmeldungen gekommen“, sagt er. Vor drei Jahren waren es rund 50 Zugnummern und fast 1500 Personen, die den Landkreisfaschingsumzug mit Leben erfüllten. An den Straßen standen geschätzte 10 000 Zuschauer und haben sich das Spektakel angeschaut. In diesem Jahr rechnet Engelbrecht mit einem ähnlich großen Interesse.

Ein paar kleine Veränderungen hat er in den mittlerweile 18. Landkreisumzug eingebaut. Beginn ist bereits um 13.33 Uhr. Von der Schwarzacher Straße geht es wieder über die Alte Mainbrücke, dann aber links herum in die Schrannenstraße. „Wir laufen quasi andersherum als sonst immer“, erklärt er. Die baulichen Veränderungen am Übergang von der Alten Mainbrücke in die Innenstadt fordern ihren Tribut von den Narren.

Die vorgesehenen Plätze für die Kommentatoren sind am Kroneneck in Etwashausen und an der Ecke Luitpoldstraße/Falterstraße. Über die Fischergasse löst sich das Spektakel nach rund drei Stunden wieder auf.

Kurt Engelbrecht wird den Landkreisumzug wieder auf seinem Fahrrad begleiten und darauf achten, dass alles nach Plan verläuft. Die Abstände zwischen den Wagen müssen eingehalten werden, die Fahrzeuge dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren, jeder Motivwagen muss von mindestens zwei erwachsenen Personen abgesichert sein und die Lautstärke der Musikanlagen sollte nicht in den Ohren weh tun. Kurt Engelbrecht wird mit allen Entscheidungsträgern per Funk Kontakt halten und am Ende des Tages der Presse den Wagen nennen, den die Jury zum Sieger des diesjährigen Umzuges gekürt hat. Erst dann ist der Landkreisumzug 2016 für den 72-Jährigen Geschichte. Erst dann wird sich die ganze Arbeit gelohnt haben.

Anmeldung: Wer beim Landkreisfaschingsumzug 2016 mitfahren oder mitlaufen will, der meldet sich bis zum 31. Januar unter Tel. 09321/34357 oder Handy: 0171/2736363 oder Email: kurt@derengel.com an.

Termin: Der Umzug findet am 9. Februar ab 13.33 Uhr in Kitzingen statt.

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