KITZINGEN

Heißer Arbeitsplatz

Im aqua-sole muss der Saunasteg ausgebessert werden. Das Kitzinger Wellness-Bad mit Saunaanlagen hat trotzdem bis zum 5. August offen. Dann ist drei Wochen Revision.
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Verena Dambach und Tobias Bräuninger sind mit dem Fortschritt der Arbeiten im aqua-sole zufrieden. Foto: Fotos: Ralf Dieter
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Der Kran ist weithin sichtbar und zeigt: Im aqua-sole wird gebaut. Ein Wunder ist das nicht. Das Kitzinger Wellness-Bad mit dem umfangreichen Sauna-Außenbereich ist vor zehn Jahren eröffnet worden. „In der Zeit passiert so einiges“, sagt Betriebsleiterin Verena Dambach.

Kleine Ausbesserungen gehören für eine Sauna und ein Bad zum Alltag. Für etwas größere Reparaturen gibt es jährlich eine Revision. Ein bis zwei Wochen im Sommer schließt der Betrieb dann seine Pforten, damit gestrichen, gehämmert und falls nötig gelötet werden kann.
 

„Wir erhalten zum Glück sehr selten Beschwerden.“
Tobias Bräuninger, Saunameister
 

„Das hier ist unsere erste größere Baustelle“, sagt Dambach und zeigt auf den Kran. Der hievt gerade neue Bretter über die Balustrade. Bretter, die im aqua-sole nicht die Welt, aber doch den wichtigen Sauna-Steg bedeuten. Alle Dielen auf dem Steg werden nach und nach ersetzt. Wie viele Lärchen-Bretter dafür notwendig sind? Verena Dambach runzelt die Stirn. Schwer zu sagen. Ein paar hundert dürften es sein.

Ende Mai sind die Arbeiten losgegangen. Voraus gingen umfangreiche Planungen. „Unterschiedliche Gewerke für Holz, Elektro, Metall- und Gerüstbau waren zu kombinieren und aufeinander abzustimmen“, erklärt Dambach. Nicht nur die Dielenbretter, auch das Geländer, die Beleuchtung und die Verrohrungen mussten für die Arbeiten weichen. Der erste von vier Bauabschnitten ist fertig, am zweiten legen die Schreiner gerade Hand an. Während die Männer unter ihren Helmen schwitzen, flanieren Gäste am Steg entlang Richtung „Schwemmholz-Sauna“. „Die ist vor kurzem fertig geworden“, freut sich Dambach.

Bauarbeiten, und die Gäste kommen trotzdem? Tobias Bräuninger nickt. „Wir erhalten zum Glück sehr selten Beschwerden“, sagt der Saunameister. Womöglich liegt das auch an den täglichen Überraschungen, die sich Dambach und ihr Team ausgedacht haben. Um 11.30 Uhr gibt es eine kleine Vesper für die Gäste, am Nachmittag gehen Mitarbeiter mit einer Obstplatte herum. Um die Saunierer zu verwöhnen, hat Bräuninger eigenhändig acht neue Düfte für die Aufgüsse kreiert. „Alle auf Basis von ätherischen Ölen“, sagt er und schraubt die Kappe eines Fläschchens auf. Intensiver Citrusduft verbreitet sich. „Im Gegensatz zu den Lebensmittel-Aromen sind die ätherischen Öle viel intensiver“, meint er. „Unsere Gäste sind davon auch immer wieder überrascht.“

„Wir wollen trotz des Lärms, der manchmal nicht zu vermeiden ist, unseren Gästen etwas Gutes tun.“
Verena Dambach, Betriebsleiterin

Besonders umsorgen, besonders verwöhnen: Mit diesen Methoden wollen die Mitarbeiter des aqua-sole ihre Stammgäste auch über die Phase der Bauarbeiten an sich binden. „Wir wollen trotz des Lärms, der manchmal nicht zu vermeiden ist, unseren Gästen etwas Gutes tun“, nennt Dambach die Zielstellung. Ihre Hoffnung: Nach der Revision, die in diesem Jahr drei Wochen dauern wird, sind alle Bauarbeiten abgeschlossen. Ende August wäre das der Fall. „Kurz vor Saisonstart im September freuen wir uns darauf, unseren Besuchern endlich den nagelneuen Saunasteg vorstellen zu dürfen“, sagt Dambach. Ab dem Herbst soll wieder völlig ungestört im aqua-sole sauniert werden können.

Ab dem späten Nachmittag und an den Wochenenden ist das auch jetzt durchaus möglich. „Da haben die Bauarbeiter in der Regel Feierabend“, sagt die Betriebsleiterin, die das aqua-sole so gut kennen dürfte, wie kaum eine andere, hat sie vor zehn Jahren doch als Rettungsschwimmerin im Bad angefangen. Dort ist von der Baustelle nichts zu hören, genauso wenig wie im Ruheraum im Inneren der Sauna-Anlage. Auf der Außenanlage soll es ab Anfang September auch wieder ruhig zugehen. „Aber bei Baustellen ist man vor Überraschungen natürlich nie gefeit“, weiß die Betriebsleiterin.

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