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HÜTTENHEIM

Ganz nach Geschmack

Fernsehabend! So oft wie in den letzten Wochen hat sich Linda Haßold diesen Luxus wohl noch nie gegönnt. Noch nie war das Programm in ihren Augen aber auch so spannend: Schließlich spielt sie selbst eine Hauptrolle. Die Hüttenheimerin ist eine von sieben Frauen aus ganz Bayern, die sich derzeit in der 6. Staffel der Kochshow „Landfrauenküche“ im Bayerischen Fernsehen in die Töpfe – und in den Alltag – schauen lassen.
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In ihrem Element: In den Weinbergen fühlt sich Linda Haßold zuhause. Dort hat sie auf dem Handy übrigens auch die endgültige Zusage erreicht, dass sie tatsächlich Teilnehmerin der „Landfrauenküche“ sein darf. Foto: Fotos: BR
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Fernsehabend! So oft wie in den letzten Wochen hat sich Linda Haßold diesen Luxus wohl noch nie gegönnt. Noch nie war das Programm in ihren Augen aber auch so spannend: Schließlich spielt sie selbst eine Hauptrolle. Die Hüttenheimerin ist eine von sieben Frauen aus ganz Bayern, die sich derzeit in der 6. Staffel der Kochshow „Landfrauenküche“ im Bayerischen Fernsehen in die Töpfe – und in den Alltag – schauen lassen.

„Das war vielleicht ein aufregender Sommer“, erzählt die 53-Jährige. Vom ersten Anruf der Produktionsfirma angefangen, den sie anfangs für einen Telefonstreich hielt, über zig spannende Drehtage inklusive der ein oder anderen Kochpanne bis hin zur Ausstrahlung der fertigen Folgen, die auch sie selbst noch nicht gesehen hat.

Darauf ist sie morgen Abend auch mit am meisten gespannt. Als fünfte der Frauen ist sie die Gastgeberin, bekocht ihre Gäste mit einem selbst kreierten 3-Gänge-Menü und gibt Einblicke in ihr Leben. Linda Haßold betreibt mit ihrem Mann Erhard den Weinhof „Am Nussbaum“ am Ortsrand von Hüttenheim. Weinbau und Gäste spannen die beiden gut ein. Eine 80-Stunden-Woche ist keine Seltenheit – wobei die stets mit Leidenschaft und Spaß an der Arbeit gemeistert wird. „Im Film wird es vermutlich so rüberkommen, als würde ich ständig Zeit zum Malen und Ausreiten haben“, mutmaßt die sympathische Landfrau lachend. An insgesamt fünf Drehtagen wurde sie schließlich auch bei ihren Hobbys gefilmt. „Der Dreh hat super Spaß gemacht“, sagt Linda Haßold. Auch wenn sie und die anderen Frauen sich anfangs erst daran gewöhnen mussten, nicht ständig in die Kamera zu schauen oder manche Sachen einfach öfter zu machen. Aus dem Bus aussteigen, zum Beispiel. Oder einen Teelöffel Salz ins Wasser geben. „Den teilt man besser auf drei Löffel auf, damit am Ende der perfekte fürs Fernsehen dabei ist“, weiß die Hobbyköchin jetzt.

Ihren Mann Erhard hat sie von ihrer Teilnahme an der TV-Show erst überzeugen müssen. Von einem kurzen Beitrag für die Sendung „Unkraut“ wusste der noch genau, wie zeitaufwendig so ein Dreh sein kann. „Ich hab ihm dann versprochen, dass er dafür heuer nicht mit mir in den Urlaub fahren muss“, erzählt Linda Haßold. Sie selbst kam schließlich auch so in den Genuss einiger Kurzurlaube, da sie für Dreharbeiten im Laufe des Sommers in alle Regierungsbezirke Bayerns reiste.

Die sieben Frauen waren trotz des Altersunterschieds von 30 Jahren schnell ein eingeschworener Haufen. „Eben lauter patente Landfrauen und von den Grundwerten her auf einer Wellenlänge“, sagt Linda Haßold. Bevor sie ihnen ihr Menü vorsetzte, hat sie es mehrmals Probe gekocht und verbessert. Am Abend selbst lief alles nach Plan. Nervös sei sie da nicht mehr gewesen. Anders als beim ersten Besuch in Mittelfranken, als es nach dem Essen darum ging, die Gastgeberin in Einzelinterviews auch kritisch zu bewerten.

„Alle waren toll“, resümiert Linda Haßold. Die Siegerin wurde am Ende bei Alfons Schuhbeck in München gekürt. Beim gemeinsamen Kochen mit dem Starkoch hat sich die Hüttenheimerin gleich das ein oder andere abgeguckt. Was, das will sie noch nicht verraten, weil man vielleicht Rückschlüsse auf die Siegerin ziehen könnte. Und die bleibt bis zum Finale am 5. Dezember streng geheim.

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