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KITZINGEN

Fast 25.000 Euro in acht Monaten

Otto Ellmauer und seine Freunde waren wieder fleißig. Fast 25.000 Euro sind bei der letzten Spendenaktion des Kitzingers zusammengekommen. Das Spendengeld kommt wie immer den Kindern auf der Station Regenbogen in der Würzburger Uniklinik zugute.
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Stolze Summe: Otto Ellmauer und Reiner Depner präsentieren das Banner, auf dem zu lesen ist, wie viel Euro sie innerhalb von acht Monaten für den guten Zweck eingesammelt haben. Foto: Foto: Ralf Dieter
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Ein neuer Rekord? Durchaus möglich. Otto Ellmauer ist das völlig egal. Hauptsache, er kann den Kindern und deren Eltern auf der Kinderkrebsstation der Uniklinik Würzburg wieder helfen. Dieses Mal mit einem besonders hohen Betrag.

24.799 Euro hat der eifrige Spendensammler aus Kitzingen innerhalb von acht Monaten zusammen bekommen. Er war mit seinen Helfern auf Sportveranstaltungen, bei Weinfesten, auf großen und kleinen Veranstaltungen. Fünf Spendenboxen hat er bei verschiedenen Firmen, in Fitness-Centern oder beim Friseur verteilt. Etwa vier Wochen stehen sie an einem Ort, dann geht es weiter zum nächsten.

„Das Geld können wir

sehr gut gebrauchen“

Jana Lorenz-Eck, Vereinsvorsitzende

„Es läppert sich halt“, sagt Otto im schönsten Fränkisch. Seit sechs Jahren ist er als Spendensammler im Landkreis Kitzingen und darüber hinaus unterwegs. Von seinem Einsatz profitiert der Verein „Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder“ in Würzburg. Dessen Vorsitzende Jana Lorenz-Eck ist voll des Lobes für die Arbeit von Otto Ellmauer. „Das Geld können wir sehr gut gebrauchen“, versichert sie.

1983 hat sich der Verein gegründet. Sechs Familien haben sich damals zusammengetan. Sie einte alle das gleiche Schicksal: ein krebskrankes Kind. Mittlerweile hat der Verein über 700 Mitglieder. Jana Lorenz-Eck hat den Vorsitz vor neun Jahren übernommen. Ihre jüngste Tochter erkrankte im Alter von einem Jahr an einem Hirntumor. Das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder hat ihr über die schwere Zeit geholfen. „Ich wollte etwas zurückgeben.“

Etwa 120 junge Patienten werden Jahr für Jahr auf der Kinderkrebsstation Regenbogen behandelt und betreut. Das Einzugsgebiet ist ganz Nordbayern, dazu Teile von Hessen, Baden-Württemberg und Thüringen. „Wir haben das seltene Glück, ganz eng mit den Ärzten und Krankenschwestern zusammenarbeiten zu dürfen“, sagt Jana Lorenz-Eck. Gemeinsam werden Verbesserungsmöglichkeiten für die Patienten und deren Eltern besprochen und umgesetzt. Eine kindgerechte Ausstattung in der Klinik gehört dazu, die Betreuung durch Erzieherinnen oder Sozialpädagogen. Gegenüber der Klinik hat der Verein 13 Eltern-Wohnungen angemietet, in denen Betroffene kostenlos übernachten können, um möglichst nahe bei ihren Kindern sein zu können. Einmal die Woche findet ein Elterncafé statt, der Verein bietet Gesprächskreise für die Eltern und Ausflugsmöglichkeiten für Geschwisterkinder an. „Wir unterstützen auch Forschungsprojekte“, erklärt die Vorsitzende. Wenn möglich und gewünscht, halten die etwa 30 aktiven Helfer auch den Kontakt mit den verwaisten Familien. „Zum Glück haben wir einen recht großen Spenderkreis“, freut sich Jana Lorenz-Eck. „Denn andere Einnahmen haben wir nicht.“

„Seit ich selber Kinder habe, denke ich anders über die ganze Sache.“
Reiner Depner, Helfer

Otto Ellmauer ist das natürlich längst bekannt. Ein paar Mal hat er die Kinder auf der Station schon besucht. Immer hat er dabei etwas im Gepäck gehabt. Das soll auch in Zukunft so sein. An Ideen für neue Spendenaktionen mangelt es ihm nicht. Für den Adventskalender 2019 hat er bereits Sponsoren für 14 Fenster gefunden, beim Eishockey in Bayreuth und anderen Sportveranstaltungen will er mit seinem Plakat und den Spendendosen ebenfalls präsent sein. „Vielleicht verkaufe ich auch bei Weinfesten oder Kirchweihen bunte Armbänder“, sagt er. „Der Erlös geht an den Verein.“

Jeder Euro hilft. Davon sind Otto Ellmauer und seine Freunde überzeugt. Und deshalb werden sie sich auch weiterhin für die gute Sache ins Zeug legen. Reiner Depner ist seit vier Jahren dabei. „Seit ich selber Kinder habe, denke ich anders über die ganze Sache“, meint er. „Ich versuche, anderen zu helfen.“

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