Kleinlangheim

Ein neues Auto zum „Geburtstag“

Die Kleinlangheimer Feuerwehr feiert ihr 140-jähriges Bestehen mit einem Festwochenende – Zeit für einen Blick zurück.
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Etwa zehn Mal pro Jahr muss die Wehr ausrücken. Bei Übungen – wie hier in Großlangheim – halten sich die Einsatzkräfte fit. Foto: Foto: FFW
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Sie sind da, wenn sie gebraucht werden. Und das seit 140 Jahren. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kleinlangheim feiern am Wochenende ihr Jubiläum. Höhepunkt wird ein großer Festumzug am Sonntag, 10. September, sein. Wir haben im Vorfeld mit dem 1. Vorsitzenden Benjamin Diaz Sanchez gesprochen.

Frage: Was waren die Höhepunkte in 140 Jahre Feuerwehr-Geschichte?

Benjamin Diaz Sanchez: Zuerst fällt mir hier die Fahnenweihe im Jahr 1954 ein. 1977 wurde dann das 100-jährige Bestehen gefeiert. Aus diesem Anlass haben wir ein Kreisfeuerwehrfest ausgerichtet, das von etwa 4000 Personen besucht wurde. 1988 wurde das neue Gerätehaus in der Frankenstraße fertiggestellt. Ein sehr großer Teil der Baumaßnahmen wurde damals in Eigenleistung gestemmt. Vereinsmitglieder haben unzählige Arbeitsstunden investiert und somit letztendlich die Kosten für die Gemeinde halbiert.

Wie viele Mitglieder hat die Kleinlangheimer Feuerwehr? Und wie viele Einsätze fallen in etwa pro Jahr an?

Benjamin Diaz Sanchez: Derzeit haben wir 44 aktive, 14 jugendliche und 50 passive Mitglieder. Im Jahr fallen im Schnitt zehn Einsätze an.

Zum Jubiläum gibt es ein neues Fahrzeug. Um was für eines handelt es sich? Und wofür wird es eingesetzt?

Benjamin Diaz Sanchez: Es handelt sich um ein „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10“ (kurz HLF10). Es ist ein Allrounder, da neben der Beladung zur Brandbekämpfung auch eine umfangreiche Ausrüstung zur technischen Hilfeleistung vorhanden ist. So sind beispielsweise ein Rettungssatz, zwei Hebekissen, eine Rettungssäge, eine Tauchpumpe, ein Nasssauger und vieles mehr an Bord. Das Fahrzeug verfügt außerdem über einen eingebauten Lichtmast, eine am Heck angebrachte Verkehrswarneinrichtung und eine Rückfahrkamera.

Wie viele Einsatzkräfte können damit ausrücken?

Benjamin Diaz Sanchez: Platz bietet es für eine gesamte Gruppe, also neun Personen. Bei uns wird es künftig das Fahrzeug sein, mit dem wir bei einem Einsatz als erstes ausrücken.

Frage: Was erwartet die Besucher des Festumzuges?

Benjamin Diaz Sanchez: Der Sonntag beginnt schon um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst hinter dem Gerätehaus. Im Anschluss findet ab 10.30 Uhr die offizielle Übergabe unseres neuen Fahrzeugs vor dem Gerätehaus statt. Zur Präsentation wird dieses natürlich entsprechend in Szene gesetzt. Der Umzug selbst startet um 14 Uhr in der Frankenstraße und führt durch einen Großteil der Gemeinde. Im Anschluss herrscht gewöhnlicher Festbetrieb und es besteht selbstverständlich die Möglichkeit, das neue Fahrzeug genauer zu betrachten. Bei Fragen sind unsere Kameraden gerne da. Für die Kinder gibt es eine Hüpfburg und am Abend legt ab 19 Uhr DJ Didi Musik auf.

Frage: Was wünschen Sie sich als Vorsitzender für die nächsten Jahrzehnte?

Benjamin Diaz Sanchez: Im Großen und Ganzen möchte ich, dass es wie bisher weitergeht. Die Feuerwehr Kleinlangheim durchläuft aktuell in vielen Bereichen eine Modernisierung, die nötig ist, um weiterhin effektiv für die Bürger da sein zu können. Ein nicht unerheblicher Teil unserer Ausgaben für Gerätschaften und Ausrüstung wird direkt vom Verein übernommen – und der bezieht das Geld wiederum aus den Festen. Daher freut es uns ganz besonders, dass unsere Veranstaltungen guten Anklang in der Bevölkerung finden.

140 Jahre Feuerwehr

Freitag, 8. September: 19.30 Uhr Auftakt zum Kommersabend am Kriegerdenkmal;

Samstag, 9. September: ab 19.30 Uhr Festbetrieb mit den Altmannshäusern;

Sonntag, 10. September: 9.30 Uhr Festgottesdienst hinter dem Gerätehaus; 10.30 Uhr Weihe des neuen Feuerwehrfahrzeugs vor dem Gerätehaus; ab 11.30 Uhr Mittagstisch; 13.30 Uhr Aufstellung zum Festumzug; 14 Uhr Festumzug; anschließend Festbetrieb; ab 19 Uhr musikalische Untermalung durch DJ Didi.

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