STEIGERWALD/KNETZGAU

Der alte Turm fällt, der neue kommt

Die hölzerne Aussichtsplattform auf dem Zabelstein wird demnächst abgerissen. Die weitere Planung steht.
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Medienmitteilung: Zabelsteinturm wird in den kommenden Wochen abgerissen
Der jetzige Turm am Zabelstein ist marode und wird in den kommenden Wochen abgerissen. Foto: FotoS: Touristinformation 360Grad/Andreas Hub
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Der aus Sicherheitsgründen seit Silvester 2017/2018 gesperrte Zabelsteinturm wird in den kommenden Wochen abgerissen. Das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband Gerolzhofen, übernimmt im Auftrag des Landratsamts Schweinfurt diese Aufgabe zu Übungszwecken gegen eine Erstattung der Selbstkosten.

Das Landratsamt Schweinfurt bittet um Verständnis, dass der geplante Termin, sofern er aufgrund des Wetters überhaupt gehalten werden kann, der Öffentlichkeit nicht genannt wird. Das Landratsamt, das THW und die Bayerischen Staatsforsten haben dies aus Sicherheitsgründen wegen möglicher Schaulustiger bewusst so entschieden. Des Weiteren weisen die Verantwortlichen darauf hin, dass das Gelände um den Turm während der Abrissarbeiten aus Sicherheitsgründen großräumig abgesperrt wird.

Zu gefährlich

Rückblick: Eine Überprüfung der Statik durch externe Fachleute 2017 hatte gezeigt, dass der Turm erhebliche Mängel aufweist. Daher ist der Aussichtsturm am Zabelstein seit Silvester 2017/2018 für Besucher aus Sicherheitsgründen gesperrt. Im Februar 2019 hatten die Mitglieder des Kreisausschusses des Kreistags Schweinfurt (das Areal liegt auf dem Gebiet des Kreises Schweinfurt) mehrheitlich für den Neubau eines Turms, ähnlich dem jetzigen, gestimmt. Der Kostenrahmen beträgt laut Beschluss 475 000 Euro.

Der Entwurf für die Neuerrichtung des Nachfolgeturms wurde von den Planern Johannes-Ulrich Blecke (Warstein, Architekt) und Michael Maas (Werl, Tragwerk) erstellt. Das Planer-Duo möchte mit dem neuen Turm ein weiteres Beispielprojekt für nachhaltiges Bauen schaffen. Zum einen soll das schon vorhandene Fundament, welches auf dem Grund des Freistaats Bayern (Forstverwaltung) steht, weiterhin genutzt werden. Daneben soll der neue Turm im Gegensatz zu den Türmen in der Vergangenheit, die als reine Holzkonstruktion realisiert wurden, in Hybridbauweise, als Holz- und Stahlkonstruktion, errichtet werden. Insbesondere soll die hoch belastete Treppenanlage in korrosionsgeschütztem Stahl ausgeführt werden. Das Holz soll nur an den Stellen verarbeitet werden, an denen es aufgrund seiner Materialeigenschaften am besten geeignet ist.

Aussicht von 18 Metern Höhe

Die Grundrissform des Turms mit einer Gesamthöhe von 19,50 Metern entspricht einem regelmäßigen Sechseck.

Um die Haltbarkeit der Stützen zu verlängern, werden diese mit einer hinterlüfteten Holzverschalung als Verschleißschicht versehen. Ab einer Höhe von 11,25 Metern sind die Holzstützen nach außen gebogen, so dass sich das Sechseck bis auf eine Seitenlänge von etwa vier Metern aufweitet. Dadurch wird die notwendige Fläche für die Aussichtsplattform geschaffen.

Diese soll sich mit etwa 20,50 Quadratmetern auf einer Höhe von 18 Metern befinden und ihren Besuchern wieder die Fernsicht auf das Steigerwaldvorland und bei klarem Wetter in das Maintal, auf die Haßberge und in die Rhön ermöglichen.

Ende 2020 soll der Turm stehen

Die Entwurfsplanung ist abgeschlossen, der Bauantrag wurde eingereicht. Sobald die Baugenehmigung erteilt ist, wird der Förderantrag über die Untere Naturschutzbehörde bei der Bewilligungsbehörde, der Regierung von Unterfranken, eingereicht. Zuwendungsempfänger ist nach den Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien der Naturpark Steigerwald.

Der beauftragt den Kreis Schweinfurt als unterstützendes Naturparkvereinsmitglied, den Aussichtsturm auf dem Zabelstein neu zu errichten. Spätestens Ende 2020 soll der neue Turm stehen. red

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