GAIBACH.

In Gaibach wachsen Sie an ihren Aufgaben

An einen Sportunterricht ist in dieser Turnhalle vorerst nicht zu denken. Auf dem Boden liegen meterlange, aufwändig bemalte Pa-pierrollen, in einer Ecke bunte Federn, Glitzersteine und eine Heißklebepistole, vor zwei Sprossenwänden ist eine kleine Bühne für die Band aufgebaut. Die Schüler des Franken-Landschulheims in Gaibach sind mehr als beschäftigt. Die Proben für ihr Musiktheater sind in vollem Gange.
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Viel Arbeit: In der Turnhalle wird das Bühnenbild gebaut, auf der Bühne studieren die Schüler ihre Lieder ein. Foto: Fotos: Ralf Dieter
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An einen Sportunterricht ist in dieser Turnhalle vorerst nicht zu denken. Auf dem Boden liegen meterlange, aufwändig bemalte Pa-pierrollen, in einer Ecke bunte Federn, Glitzersteine und eine Heißklebepistole, vor zwei Sprossenwänden ist eine kleine Bühne für die Band aufgebaut. Die Schüler des Franken-Landschulheims in Gaibach sind mehr als beschäftigt. Die Proben für ihr Musiktheater sind in vollem Gange.

Mehr als ein Jahr dauern die Vorbereitungen, jetzt ist der Endspurt angesagt. Brigitta Kirch bleibt trotzdem ruhig. Die Mathe- und Musiklehrerin hat genug Erfahrung, um

„Wir machen fast alles selber. Das macht voll Spaß.“
Corinna Schüller Klasse 8b

mit den vielfältigen Herausforderungen und Fragen der Schüler umzugehen. Seit zehn Jahren leitet sie das Musiktheater am Gaibacher Gymnasium. Etwa 30 Schüler aus den Klassen 7 bis 11 sind mit Feuereifer dabei. So wie Zoi Bedenk und Corinna Schüll aus der 8b. Im letzten Jahr haben sie zum ersten Mal am Wahlfach teilgenommen. „Wir machen fast alles selber“, berichtet Corinna. „Das macht voll Spaß.“

Tatsächlich ähnelt die Turnhalle einer großen Kreativwerkstatt. Am Mischpult checken die Techniker den Ton und das Licht, zwei Schüler bauen aus Ästen und Pappmaché einen Baum für die Bühne, Elena Schäfer und Victoria Romacker bessern die letzten Details ihres Bühnenbildes aus und Regina Schäfer klebt mit der Heißklebepistole bunte Federn auf Kostüme. Die Elftklässlerin ist seit drei Jahren für die Kostüme verantwortlich. Sie hat eine Datei mit den Körpergrößen aller Schauspieler angelegt und ist in den letzten zwei Jahren auf Second-Hand-Märkte gegangen, um die richtigen Accessoires zu finden. In diesem Jahr näht sie vieles selber.

Und ihre Aufgabe ist alles andere als leicht. „Aufbruch nach Luaterra“ nennt sich das Stück, das deutliche Parallelen zum Kinoerfolg „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ aufweist. „Ich war von Anfang an eingebunden“, erzählt Regina. Will heißen: Bei der Entwicklung des Textes und bei den regelmäßigen Absprachen war sie dabei. „Und da sind ganz viele Ideen im Kopf entstanden.“

Selbstständiges und kreatives Arbeiten. Darauf legt Brigitta Kirch Wert. Und so schreiben ihre Schüler Szenen und entwerfen Dialoge, sind für das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich und stehen selbstverständlich als Schauspieler und Sänger auf der Bühne. „Natürlich sind wir total aufgeregt beim Singen“, gibt Corinna Schüll zu. „Mein Hals ist dann immer total trocken.“ Aber die Aufregung und die Arbeit lohnen sich jedes Mal aufs Neue. „Man wächst bei der Arbeit an dem Musiktheater als Gruppe zusammen“, erklärt Zoi Bedenk. „Und zum Schluss sieht man den Erfolg.“

Die Termine: Donnerstag, 10., und Freitag, 11. Juli, jeweils um 19.30 Uhr in der Turnhalle 1. Der Eintritt ist frei.

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