Laden...
WIESENTHEID

Eine Arbeit, die sich sehen und hören lassen kann

Sie sind Hexen. Und sie sind es gerne. Davon können sich die Besucher am 10. und 11. Juli überzeugen. Das Musiktheater des Steigerwald-Landschulheims präsentiert das Stück „Mitten im Hexenkessel.“
Artikel drucken Artikel einbetten
Evi und Gerd Semle nehmen die drei Haupthexen in die Mitte: Emilie Rehberger, Gina Wenner und Lilly Barnhart spielen die Hauptrollen im Musiktheater „Mitten im Hexenkessel.“
+1 Bild

Sie sind Hexen. Und sie sind es gerne. Davon können sich die Besucher am 10. und 11. Juli überzeugen. Das Musiktheater des Steigerwald-Landschulheims präsentiert das Stück „Mitten im Hexenkessel.“

Anfang des Schuljahres begannen die Arbeiten. Evi und Gerd Semle haben sich zusammengesetzt und einen Entschluss gefasst: Dieses Mal machen wir alles selber. Keine vorgefertigten Stücke, keine bekannten Pop-Songs, keine Drehbücher, die schon hundertfach umgesetzt wurden. Stattdessen: alles Handarbeit.

Was das bedeutet, war ihnen schon im Vorfeld klar: ein großer Mehraufwand. Wie gut, dass das Lehrerehepaar viele Helfer hat: aus dem Kollegium, aus der Elternschaft, aus der eigenen Familie. „Meine große Tochter hat mich auf die Idee mit den Hexen gebracht“, erzählt die Deutsch- und Geschichtslehrerin, die seit 2008 das Musiktheater am LSH leitet.

„Die Musik muss zu den Darstellern passen.“
Gerd Semle, Lehrer

Mit dem Sommernachtstraum fing die Geschichte des Musiktheaters vor sieben Jahren an. Und mit einer relativ kleinen Besetzung. Zehn Kinder standen damals auf der Bühne. Mit der Zeit wuchs die Begeisterung.

Heuer stehen 40 Schülerinnen und drei Schüler auf der Bühne. Alles in allem sind rund 100 Schüler und Lehrkräfte in die Vorbereitungen und die Durchführung des Musiktheaters eingebunden. „Das ist jedes Mal ein tolles Gemeinschaftsgefühl“, schwärmt Evi Semle. „Die Energie erfasst alle Beteiligten.“ Zunächst einmal musste sie selbst eine Menge Energie aufbringen.

„Ein paar Wochen Arbeit stecken in so einem Musiktheater schon drin.“
Evi Semle, Lehrerin

„Es gibt kein vorgeschriebenes Stück für 43 Schüler“, erzählt Evi Semle. Zumindest keines, das allen Spaß macht. Als Baum oder Strauch oder ein anderes nichts sagendes Requisit wollte die Lehrerin keines der Kinder auf die Bühne schicken. Also hat sie selbst ein Stück geschrieben, in dem alle ihre Rolle finden. Die Grundidee lieferte die Tochter: Irgendwas mit Hexen. Evi Semle ließ ihrer Fantasie freien Lauf.

Emily Rehberger, Lilly Barnhart und Gina Wenner sind vom Ergebnis begeistert. Die Siebtklässlerinnen spielen die drei Haupthexen. Vor den Pfingstferien haben sie ihre Rollen bekommen. Und die dazugehörigen Texte. „Die sollten wir in den Ferien lernen“, erzählt Lilly Barnhart. Denn nach den Pfingstferien ging die Arbeit richtig rund. Kostümproben, Gesangsproben. Jeden Nachmittag ging es in die Turnhalle zum üben. Eine Woche vor der Premiere fällt für die 43 Schüler sogar der Unterricht aus. Dann proben die Kinder am Vor- und am Nachmittag.

Die Musik zum Stück hat Gerd Semle komponiert. Der Musiklehrer leitet unter anderem das Wahlfach „Rockband“ am LSH. Und die Rockband, in der Lehrer und Schüler zusammen spielen, liefert den Sound zum Stück. „Die Musik muss zu den Darstellern passen“, nennt er ein Kriterium. Und natürlich zum Stück, das seine Frau verfasst hat.

Evi Semle hat auch die Liedtexte geschrieben, nachdem ihr Mann die Musik fertiggestellt hatte. „Ein paar Wochen Arbeit stecken in so einem Musiktheater schon drin“, sagt sie. Arbeit, die sich sehen und hören lassen kann.

Termine: Die Aufführungen sind am Donnerstag, 10. Juli, und Freitag, 11. Juli, jeweils um 19.30 Uhr in der Turnhalle des Landschulheims Wiesentheid.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren