KITZINGEN

Ein zauberhaftes Vergnügen

Schrille Schreie tönen durch das Studio im Armin-Knab-Gymnasium. Passanten vor dem großen Glasfenster schauen erstaunt hinein. Drinnen probt Dr. Jutta Schwegler mit den jungen Mitgliedern des Unterstufentheaters. „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler steht auf dem Programm. Ein wenig gekürzt ist die Fassung, ans Unterstufentheater angepasst. Bis zum 27. Mai muss alles sitzen. Dann ist Premiere.
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Die Hexen sind bereit: Am 27. und 28. Mai laden sie zu einer märchenhaften Vorstellung in die Turnhalle des AKG ein. Foto: FotoS: Ralf Dieter
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Schrille Schreie tönen durch das Studio im Armin-Knab-Gymnasium. Passanten vor dem großen Glasfenster schauen erstaunt hinein. Drinnen probt Dr. Jutta Schwegler mit den jungen Mitgliedern des Unterstufentheaters. „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler steht auf dem Programm. Ein wenig gekürzt ist die Fassung, ans Unterstufentheater angepasst. Bis zum 27. Mai muss alles sitzen. Dann ist Premiere.

„Theater spielen fördert

die Persönlichkeit.

Die Kinder lernen

Eigenverantwortlichkeit“

Jutta Schwegler, Leiterin Unterstufentheater am AKG

Schwegler und ihre rund 30 Schüler der fünften und sechsten Klasse sind schon weit gekommen. Die Texte sind größtenteils gelernt, die Kostüme geschneidert. In der letzten Woche versammelten sich die jungen Mitglieder des Wahlkurses zur ersten Kostümprobe. Großeltern, Eltern, Verwandte und Bekannte hatten mitgeholfen, die bunten Hexenkleider zu entwerfen und zu schneidern. Von der Feuer- über die Wasser- bis hin zur Waldhexe sind alle Hexenarten vertreten. Verantwortlich für den letzten Schliff vor Ort ist Monika Ott, deren Enkelin eine der Hexen mimt. Ott hat mehrere Kostüme selbst gefertigt und dabei jede Menge Spaß gehabt. „Es gab keine Vorgaben, ich konnte mich kreativ ausleben“, freut sie sich.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und hören sowieso. Schwegler achtet nicht nur auf die richtige Tonlage und Intonation. Auch die Bewegungen sollen hexenmäßig gruselig sein – damit das Publikum Ende Mai so richtig verzaubert wird. Dazu sollen auch „special effects“ beitragen, die in diesem Jahr zum ersten Mal zum Einsatz kommen. „Wir werden das Bühnenbild unter anderem digital erstellen“, freut sich die Lehrerin. Einen leistungsfähigen Beamer hat sie schon besorgt, die Projektionen – beispielsweise eines Waldes – werden die Darstellung intensivieren. Außerdem gibt es eine neue Beleuchtung in der Turnhalle und natürlich eine klassische Bühnendekoration. „Wir haben auch echte Bäume“, sagt Schwegler.

Besonders freut sie sich auf die Live-Begleitung von Max Mertens am Schlagzeug und an der Marimba. Der Bundessieger im Bereich Percussion wird jede einzelne Hexe quasi „vertonen“.

Bei all diesen Vorbereitungen wird schnell klar: Eine Menge Arbeit steckt hinter der Aufführung – zumal sich die Schüler noch um eine begleitende Ausstellung bemüht haben. Kleine Hexen aus Maiswurzeln werden in der Turnhalle gezeigt. Warum sie sich so viele Mühe macht? Warum das Theater spielen so wichtig für die Fünft- und Sechstklässler ist? Jutta Schwegler muss nicht lange überlegen. „Theater spielen fördert die Persönlichkeit“, erklärt sie. Mehr noch: Die Kinder lernen, frei vor einem Publikum zu sprechen. Sie lernen Eigenverantwortlichkeit und steigern ihre Konzentrationsfähigkeit. Locker könnte die Lehrerin noch ein paar gute Argumente für den Besuch des Wahlpflichtfachs Theater aufzählen. Doch die Zeit drängt. Die Proben gehen weiter. In zweieinhalb Wochen wird es ernst. Dann heißt es: Vorhang auf für die „Kleine Hexe“.

Termine: Samstag, 27. Mai, um 19 Uhr und Sonntag, 28. Mai, um 15 Uhr, jeweils in der Turnhalle des AKG. Der Eintritt ist frei.

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