KITZINGEN

Lochweg: Norma-Markt und kein Ende

Der umstrittene Norma-Markt auf einem Grundstück im Lochweg kommt nicht (Stand: 10. Dezember 2016). Aber er war wieder mal Thema im Bauausschuss.
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Die Chancen, dass auf dem Grundstück am Lochweg im Gewerbegebiet Schwarzacher Straße Ost am Stadtrand von Kitzingen ein neuer Norma-Markt entsteht, sind eher gering. Die Mehrheit im Verwaltungs- und Bauausschuss hat sich jetzt für eine Änderung des Bebauungsplans und damit gegen Einzelhandel in diesem Bereich ausgesprochen. Foto: Foto: S. sebelka

Der umstrittene Norma-Markt auf einem Grundstück im Lochweg kommt nicht (Stand: 10. Dezember 2016). Der erneute Versuch der CSU-Fraktion im Stadtrat, den Lebensmittel-Discounter im Gewerbegebiet Schwarzacher Straße Ost doch noch zu ermöglichen, ist im die Verwaltungs- und Bauausschuss gescheitert.

Kein Einzelhandel

In dem sprach sich am Donnerstag eine Mehrheit mit acht zu fünf Stimmen für eine Änderung des Bebauungsplans Schwarzacher Straße Ost. Ziel: Kein Einzelhandel in diesem Bereich.

Den Auftrag zur Änderung hatte der Bauausschuss im April 2015 erteilt. Nachdem die Pläne des Lebensmitteldiscounters bekannt geworden waren, war eine Veränderungssperre für das Gewerbegebiet erlassen worden. Wichtigstes Argument der Gegner des Marktes damals wie heute: Der Discounter an dieser Stelle widerspricht dem Einzelhandelskonzept. Das hatte der Stadtrat im Juni 2012 beschlossen. Das Konzept soll den Handel in der Innenstadt stärken und gegen Konkurrenz in Außenbereichen verteidigen.

Auftrag umgesetzt

In der gleichen Sitzung ging der Auftrag an die Verwaltung, „den Bebauungsplan auf den aktuellen Rechtsstand zu bringen und innerhalb des Mischgebiet künftig Einzelhandel generell auszuschließen“. Bei der Gelegenheit werden einige „Unschärfen“ in Bebauungsplan beseitigt, wie Christian Pohl vom Bauamt sagte. Diesen Auftrag hat die Verwaltung umgesetzt und das Ergebnis jetzt im Ausschuss vorgelegt.

CSU sieht keinen Widerspruch

Nicht im Sinne der CSU-Fraktion. Dort ging Sprecher Andreas Moser auf das „Große und Ganze“ ein. Er erinnerten an Städte in den Nachbarschaft, wo ungebremst immer mehr Märkte aus dem Boden schießen. Für die CSU diene der Markt der Nahversorgung der Etwashäuser und widerspreche damit nicht dem Zentrenkonzept. Die Absicht der Mehrheit, einen Markt nur an der einen Stelle zu verhindern, bezeichnete er als „Riesenfehler und große Ungerechtigkeit“. Das gelte auch mit Blick auf die Möglichkeiten, die der Stadtrat für den Einzelhandel auf den Konversionsflächen (conneKT-Gewerbepark) ermöglicht habe.

Keine Grundsatzbedatte

„Überhaupt nicht vergleichbar“, sagte dazu Bauamtschef Oliver Graumann. Oberbürgermeister Siegfried Müller sprach sich deutlich gegen eine neuerliche Grundsatzdebatte aus. Die sei schon mehrfach geführt worden.

Die Mehrheit sah das auch so. Damit kann der Entwurf vier Wochen ausgelegt und gleichzeitig die Behörden und Verbände dazu gehört werden. Dann geht es wieder in den Ausschuss zur Abstimmung – mit oder ohne Grundsatzdebatte.

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