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Leserforum: Am Ort kaufen und die Stadt stärken

Zur Kitzinger Stadtpolitik, die lange die Ansiedlung von Märkten am Stadtrand genehmigte unter der Devise: Wenn wir sie nicht herholen, dann tut es sicher die Gemeinde nebenan . . .
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Der Kitzinger Stadtrat hat über lange Zeit hinweg die Ansiedlung von Märkten am Stadtrand genehmigt unter der Devise: Wenn wir die Märkte nicht herholen, dann tut es sicher die nächste Gemeinde nebenan. Auch das ständig reduzierte Parkplatzangebot der Innenstadt Kitzingens führte Kunden an die Peripherie, wo ausreichend kostenlose Parkplätze locken.

Geizmentalität: Im Grunde sollte sich jeder fragen, ob er wirklich mit Stolz der „Geizigste“ sein muss (nach dem Saturn-Werbespruch Geiz ist geil), oder ob er nicht auch vermutet, dass Geiz seine Nachteile haben muss.

Internet-Kauf : Das Internet bietet global viele Möglichkeiten, die es früher nie gab. Dennoch kann jeder Einzelne durch seine Entscheidung viel für seine Stadt tun. Wenn Jeder vor seiner Internet-Bestellung überprüft, den Artikel zu einem ähnlich günstigen Preis am Ort zu bekommen, dann bleibt viel Umsatz in der Region. Damit bleiben Arbeitsplätze in Kitzingen erhalten. Dadurch gibt es Laden-Neueröffnungen. Es gibt weiterhin Mieteinnahmen für Innenstadt-Mietshäuser, durch die wiederum unsere schöne Bausubstanz erhalten werden kann. Es gibt dann auch künftig Geschäfte mit persönlicher Beratung und auch den beliebten Kaufvorteil der kurzen Wege am Ort.

Umwelt: Der Gesetzgeber könnte durch Steueranteil an Paketversendungen partizipieren und mit den Erlösen die Baumaßnahmen in Innenstädten und Dörfern unterstützen. Auch könnte man landesweit für jeden Quadratmeter neuer Märkteansiedlungen außerhalb der Ortschaften einen Aufschlag erheben, der ebenfalls für Verbesserung der Innenstädte zur Verfügung stünde. Die Versiegelung der Landschaft und der wachsende Verkehr durch das Fahren von Markt zu Markt würde dadurch weniger belohnt.

Wolfgang Haupt 97318 Kitzingen

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