DETTELBACH

Lasterfahrer liefern sich Elefantenrennen

Weil sich Lasterfahrer auf der A 3 "bekriegten", haben sich am Freitagmorgen beim Biebelrieder Kreuz zwei Unfälle ereignet.
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Elefantenrennen auf der Autobahn. Foto: Foto: Karsten Fehr

Weil sich Lasterfahrer auf der A 3 "bekriegten", haben sich am Freitagmorgen zwischen dem Biebelrieder Kreuz und der Anschlussstelle Kitzingen/Schwarzach zwei Unfälle ereignet. Beide Lkw-Fahrer wurden dabei verletzt.

Den Gesamtschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 40000 Euro. Nach ersten Erkenntnissen hatten Zeugen beobachtet, wie sich die Fahrer zweier Sattelzüge mehrmals gegenseitig überholten, knapp einscherten und der Vordermann jeweils wieder abbremste, heißt es im Bericht der Autobahnpolizei Biebelried. Gegen 7.10 Uhr krachte es dann: Der 41-jährige Lenker des ersten Lasters hatte so stark abgebremst, dass sein 64 Jahre alter „Kontrahent“ nicht mehr ausreichend reagieren konnte und auffuhr. Die beiden Männer wurden leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. An der Sattelzugmaschine des Auffahrers entstand Totalschaden. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Gegen den 41-Jährigen wurde unter anderem ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Da der Mann keinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er eine Sicherheitsleistung von mehreren Hundert Euro hinterlegen.

Ein auf dem Überholstreifen nachfolgender Audi-Fahrer führte wegen des Unfalls der beiden Laster eine Vollbremsung durch. Ein 68-jähriger Kraftfahrer, der kurz zuvor nach links gewechselt hatte und dem Auto folgte, konnte nicht mehr genügend abbremsen und prallte mit Wucht auf den Audi.

Die im Fond des A4 sitzende zwölfjährige Tochter des Fahrers wurde mit Schmerzen im Brustkorb in eine Klinik gebracht. Verletzungen stellten die Ärzte zum Glück nicht fest. Kurzzeitig war die Autobahn in Richtung Nürnberg komplett gesperrt. Während der Bergung der Fahrzeuge leiteten die Polizeibeamten den Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei.

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