KITZINGEN

Landratsamt wächst und gedeiht

Unser Landratsamt soll schöner werden – unter dieser Überschrift wird in den kommenden Jahren am Erscheinungsbild der Kreisbehörde im Herzen der Stadt gearbeitet.
Artikel drucken Artikel einbetten
Alte Poststraße 6 in Kitzingen: Das Haus mit dem markanten Dach ist Sitz des Jugendamtes. Ab kommenden Frühjahr wird das Gebäude grundlegend saniert. Foto: Foto: Frank Weichhan

Unser Landratsamt soll schöner werden – unter dieser Überschrift wird in den kommenden Jahren am Erscheinungsbild der Kreisbehörde im Herzen der Stadt gearbeitet. Nach über 30 Jahren geht es darum, die Gebäude für die Zukunft fit zu machen – und zu erweitern.

Dass nach drei Jahrzehnten hier und da etwas gemacht werden muss, versteht sich von selbst. Zuletzt habe es „das eine oder andere Toilettenproblem“ gegeben, plauderte Landrätin Tamara Bischof am Montagnachmittag bei der Jahresschlusssitzung des Kitzinger Kreistages aus dem Nähkästchen.

Erste Veränderungen fanden bereits in diesem Jahr statt: Eine neue Beschilderung macht den Anfang und sorgt jetzt für mehr Durchblick bei den Besuchern. Kommendes Jahr geht's dann richtig zur Sache: Für 2017 stehen die Sanierung der Alten Poststraße 6 und 10 an. Die Maßnahmen sollen der Kreisbehörde mehr Platz verschaffen und letztlich die Möglichkeit für die eine oder andere Umstrukturierung geben.

Es gab zuletzt Toilettenprobleme.

Das Gebäude Alte Poststraße 6 ist bereits ein Teil des Kitzinger Landratsamts. Wer von der Innenstadt kommend über den Innenhof am Großen Sitzungssaal in Richtung Jobcenter läuft, entdeckt schnell das Haus mit dem markanten Dach und den aufgesetzten Gauben. Das Gebäude gegenüber dem Schulamt und dem Veterinäramt wartet schon einige Zeit mehr oder weniger dringend auf eine Sanierung.

Da der Versuch, für den anstehenden Umbau an Fördergelder des Freistaates zu kommen, bisher ergebnislos verlief, zieht der Landkreis die Sanierung jetzt in Eigenregie durch. Der Kreistag genehmigte hierfür insgesamt 810 000 Euro.

Nachdem die Baugenehmigung bereits vorliegt, können die Arbeiten direkt nach dem Winter losgehen. Bis dahin muss das Gebäude – vermutlich ab Februar 2017 – leer geräumt werden. Im Erdgeschoss befindet sich ein Schilderladen und ein Weinverkauf sowie der Zugang zum historischen Gewölbekeller. Im ersten Dachgeschoss ist die Lebensmittelüberwachung angesiedelt und in der zweiten Etage der Kreisjugendring untergebracht.

Eines der Hauptprobleme bei dem Gebäude ist – neben dem nicht luftdichten Dach – das Fehlen eines barrierefreien Zugangs und eines zweiten Flucht- und Rettungsweges aus den beiden Dachgeschossen. Entsprechend groß wird der bauliche Eingriff sein: Bis aufs Erdgeschoss kommt alles weg und wird neu errichtet.

Laut Zeitplan ist Baubeginn im März, mit der Fertigstellung wird bis Juni 2018 gerechnet. Während der Bauphase werden der Kreisjungendring und die Büros der Lebensmittelüberwachung ausgelagert, für den Schilderladen wird ein Verkaufscontainer aufgestellt. Für den Alten Klosterkeller steht der Zugang voraussichtlich bereits ab April 2017 wieder zur Verfügung. Am Ende der Maßnahme stehen in der Alten Poststraße 6 dann in sechs Büroräumen zwölf statt acht Arbeitsplätze zur Verfügung.

Schräg gegenüber bei der Nummer zehn, einem zweigeschossigen Wohnhaus mit Teilunterkellerung und Satteldach, gestalten sich die Dinge ein wenig anders. Das 2012 vom Landkreis gekaufte Haus steht unter Denkmalschutz und hat beispielsweise einen Dachstuhl aus dem 15. Jahrhundert, der sichtbar bleiben soll. Entsprechend behutsam und kompliziert wird die Sanierung vonstatten gehen.

Das Gute ist: Bei Hausnummer zehn ist ebenso alles so weit vorbereitet, die aufwendigen Voruntersuchungen sind bei dem Einzeldenkmal abgeschlossen. Das heißt: Beide Maßnahmen können zeitgleich losgehen. Die geschätzten Gesamtkosten für den Umbau des historischen Gebäudes liegen bei etwa 500 000 Euro.

Ist das vollbracht, dürfte sich das Augenmerk verstärkt auf das bestehenden Haupthaus richten – samt dem Kampf gegen die Toilettenprobleme.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.