SOMMERACH

Landfrauen sind eine feste Größe in Sommerach

Die Landfrauengruppe Sommerach feiert am Sonntag, 12. Juni, 40-jähriges Bestehen. Vieles hat die Gemeinschaft in dieser Zeit in der Gemeinde bewegt.
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Ein Prosit auf den „Geburtstag“: Irmgard Heidrich (stellvertretende Vorsitzende), die Vorsitzende Elisabeth Drescher und ihre Vorgängerin Theresia Then (von links), die die Gruppe vor 40 Jahren aus der Taufe hob, gehören zu den Aktiven der Landfrauen in Sommerach. Foto: Foto: WALTER BRAUN

Die Landfrauengruppe Sommerach feiert am Sonntag, 12. Juni, 40-jähriges Bestehen. Vieles hat die Gemeinschaft in dieser Zeit in der Gemeinde bewegt.

Am 10. Januar 1976 wurde die Landfrauengruppe aus aus der Taufe gehoben. Theresia Then, die bis 2001 an ihrer Spitze stand, hat die Gründerzeit noch bestens in Erinnerung. So war sie 1976 bei einem Besuch im Amt für Landwirtschaft in Kitzingen von einer Kochvorführung derart begeistert, dass sie den Wunsch äußerte, „so etwas könnte man doch auch in Sommerach auf die Beine stellen“. Das rief den Kreisgeschäftsführer des Bauernverbandes, Walter Scharvogel, auf den Plan rief. Er empfahl, in Sommerach eine Landfrauengruppe ins Leben zu rufen.

Inspiriert durch ihren Vater Valentin Kestler erklärte sich die damals 26-Jährige bereit, das Amt der Vorsitzenden zu übernehmen. Nun ging alles recht schnell. Im Februar 1976 fand der erste Kosmetikkurs im Gasthaus Strobel statt, erinnert sich Theresia Then. Es folgten monatliche Treffen, Bastelarbeiten zu verschiedenen Anlässen wie Weihnachten oder Ostern, Kochvorführungen für die Hausfrau, das Schmücken des Osterbrunnens oder das Sammeln von Kräutern und das Binden von Kräuterbüscheln.

Hinzu kam die Beteiligung bei Dorffesten oder der Kaffeestand beim Weinfest ab 1978. Zudem organisiert man Einkehrtage, Ausflüge mit Führungen, Lehrfahrten und Winterwanderungen.

Von Anbeginn standen die Aktivitäten der Landfrauen unter einem guten Stern. „Unsere Veranstaltungen wurden gut besucht und durch die Gemeinde unterstützt“, berichtet Theresia Then. Ihr war es immer wichtig, „Kulturgut zu erhalten und zu pflegen“.

Als Meilensteine in der 40-jährigen Chronologie bezeichnet Then, die in ihrer Arbeit von Ingrid Leicht unterstützt wurde, die Aufstellung des Vierzehnheiligen-Marterls (1972) und der Landfrauenkapelle am Fuße der Weinberge im Jahr 1995. Diese Bauarbeiten wurden seitens der Bevölkerung und der Gemeinde finanziell unterstützt, berichtet Then.

Seit 2002 steht Elisabeth Drescher an der Spitze der Landfrauen. Mit ihr vollzog sich ein Generationswechsel. Die Gemeinschaft bezeichnet Drescher „auch als wichtige Institution für Frauen, die auf das Land ziehen“. Mittlerweile habe man eine gemischte Gruppe, sprich die Zahl der jüngeren Landfrauen hat sich im Laufe der Jahre erhöht. Einer der Höhepunkte in der 15-jährigen Amtszeit von Elisabeth Drescher ist die Präsentation des Backbuches „Sommeracher Landfrauen- Geheimnisse“ vor zehn Jahren. Auch das Einbringen bei „Unser Dorf soll schöner werden“ war für die Landfrauen-Gruppe etwas Besonderes, betont Drescher.

Aktuell setzt sich die Führungsmannschaft wie folgt zusammen: Elisabeth Drescher (Vorsitzende), Irmgard Heidrich (Stellvertreterin), Waltraud Keim (Schriftführerin) und Petra Then (Beisitzerin).

Gefeiert wird das Jubiläum am Sonntag, 12. Juni. Nach dem Gottesdienst um 9.45 Uhr ist ein Weißwurstfrühstück auf dem Kirchplatz. Mit einem Beisammensein bei Kaffee und Kuchen klingen die Feiern am Nachmittag aus. Der Erlös kommt der Kirchenrenovierung zugute.

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