Iphofen

Kulinarische Freundschaftspflege mit Weinkönigin

Floristik, Käse, Pesto, Schweinebraten und sogar Bier - Iphofens Bürgermeister Josef Mend hörte bei der Eröffnung der 9. Iphöfer Weinfreundschaften am Samstag gar nicht mehr damit auf, die zahlreichen Kombinationen aufzuzählen, die es an diesem Wochenende in Iphofen zu erleben gab. An 16 Stationen hatten sich Winzer, Gastronomen und Einzelhändler ihre Freunde eingeladen, mit denen sie zwei Tage lang unterschiedliche Wein-Erlebnisse für die Gäste boten.
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In der Verkündhalle des Rathauses Iphofen fand der Empfang der 9. Iphöfer Weinfreundschaften statt. Foto: Timo Lechner
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Floristik, Käse, Pesto, Schweinebraten und sogar Bier - Iphofens Bürgermeister Josef Mend hörte bei der Eröffnung der 9. Iphöfer Weinfreundschaften am Samstag gar nicht mehr damit auf, die zahlreichen Kombinationen aufzuzählen, die es an diesem Wochenende in Iphofen zu erleben gab. An 16 Stationen hatten sich Winzer, Gastronomen und Einzelhändler ihre Freunde eingeladen, mit denen sie zwei Tage lang unterschiedliche Wein-Erlebnisse für die Gäste boten.

Das Konzept ist so einfach wie abwechslungsreich: Seit 2003 kommen alle zwei Jahre Winzer, Köche, und Künstler nach Iphofen, um an einer dort angestammten Station ein außergewöhnliches Angebot zu kreieren. Immer wieder kommen  auch Winzerkollegen aus anderen Weinorten, die mit den Iphöfer Winzern in der Technikerklasse waren oder die Möglichkeit der Jungweinprobe in der Vinothek nutzen.

An den beiden Tagen kommen auch eher selten in der Region anzutreffende Tropfen ins Glas. Das können dann zum Beispiel Weine aus der Schweiz und Österreich sein, wie im Weingut Ilmbacher Hof, wo mit dem Augustiner-Chorherren Tassilo, alias Dominic Lorenz sogar ein echter Priester ausschenkte, der in Iphofen geboren wurde. Oder auch ein bis zu sechs Gänge dauerndes Menü, dargeboten vom Regensburger Spitzenkoch Wolfgang Laschkowitz, den sein alter Freund Lukas Rönninger vom 99er Kulinarium eingeladen hatte.

Seit sie vor zwei Jahren erstmals die Veranstaltung besuchte, ist auch die frisch gekürte Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer eine Weinfreundin. Die aus dem benachbarten Greuth stammende Weinhoheit klapperte dann mit ihrer Iphöfer Amtskollegin Valentina Dohnal, der Nenzenheimer Weinprinzessin Ann-Kathrin Därr sowie dem Bürgermeister und Claudia Bellanti, Leiterin der Tourist-Info Iphofen, einige Stationen ab, die sich in den Weinwürfeln am Marktplatz und den Höfen selbst befanden.

Darunter das eigentlich leer stehende Weinbistro der GWF, das die Rödelseer Familie König extra für dieses Wochenende wieder flott gemacht hatte und für das nach wie vor ein neuer Pächter gesucht wird. Und zu einer Begegnung der hopfenhaltigen Art kam es beim Weingut Ruck, wo Carolin Meyer auch ein Bier kredenzt wurde.

"Einzigartig ist die gelebte Freundschaft. Das Konzept hat sich hier entwickelt und wurde gemeinsam mit den Winzern so erarbeitet. Es gibt kaum einen Termin, bei dem man so gut die verschiedenen Weingüter  und die Winzer und Wirte kennenlernen kann", erklärte Claudia Bellanti. Man müsse lediglich die Bereitschaft mitbringen, sich auf die Betriebe einzulassen, hinein zu gehen und entspannt zu genießen.

Mitmachen kann dabei jeder Wirt, Winzer oder Einzelhändler, der einen weinkulinarischen Freund und ein passendes Angebot hat. Es gibt Betriebe, die sind von Anfang an dabei, jedes Mal vertieft sich die Freundschaft zu den Weinfreunden ein Stückchen mehr. Und bei anderen, wie beispielsweise beim Weingut von der Tann, wachse die junge Generation, die sich gerade ins Weingut rein arbeitet, mit der Veranstaltung mit, die im Wechsel mit der Feinschmeckermesse der touristische Jahres-Höhepinkt Iphofens ist.

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