Rüdenhausen

Kosten für die Bürger halten sich in Grenzen

Zur anstehenden Erneuerung eines Teils des Wasserleitungsnetzes erließ der Gemeinderat in Rüdenhausen nicht nur eine Satzung.
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Zur anstehenden Erneuerung eines Teils des Wasserleitungsnetzes erließ der Gemeinderat in Rüdenhausen nicht nur eine Satzung. Bürgermeister Gerhard Ackermann hatte anhand von Beispielen auch Zahlen, was in etwa finanziell auf die Grund- und Hausbesitzer zukommen wird. Sie werden nämlich über Ergänzungsbeiträgen mit zur Kasse gebeten. Die Sanierung soll in diesem und im nächsten Jahr über die Bühne gehen, die Aufträge wurden im Anschluss in der nicht öffentlichen Sitzung vergeben.

Insgesamt sind rund 2900 Meter an Leitungen im Ort auszuwechseln. Die Kosten dazu wurden im Vorjahr auf 1,739 Millionen Euro geschätzt. Im Rat wurde diesmal beschlossen, dass 25 Prozent der gesamten Kosten auf den Wasserpreis umgelegt wird. Aktuell beträgt der Preis für Trinkwasser in der Gemeinde 1,86 Euro pro Kubikmeter. Nach Abzug von Zuschüssen bleibt ein Betrag von etwas mehr als eine Million Euro, der auf die Bürger umzulegen ist.

Außerdem wurde der Schlüssel für Grundstücke, die neu gekauft werden, festgelegt. Hier werden 35 Prozent auf die Grundstücksfläche und die restlichen 65 Prozent auf die Geschossfläche, berechnet. Damit orientiere man sich, so Ackermann, an den Zahlen der zuletzt erschlossenen Baugebiete. Auf Basis der Schätzzahlen werden die Beiträge zur Vorauszahlung erhoben, hieß es.

Die Beispielsberechnung von Bürgermeister Ackermann sah vor, dass ein Grundbesitzer bei einer Grundstücksfläche von rund 900 Quadratmetern und einer Geschossfläche von 205 Quadratmetern etwa 1636 Euro an Ergänzungsbeiträgen zahlen müsste. Bei einem Grundstück mit 1500 Quadratmetern und einer Geschossfläche von 375 Quadratmetern wären es 2898 Euro. "Es ist nicht die Welt, für normale Grundstücke hält es sich in Grenzen", kommentierte der Bürgermeister die Zahlen.

Für die Bürger wird eine Zahlung des jeweiligen Betrags in Raten ermöglicht. Eigens um den Wasserpreis günstiger zu halten, dürfe die Kommune keine Rücklagen bilden, beantwortete Ackermann eine Frage seines Stellvertreters Karl-Heinz Rebitzer.

Außerdem wurde in der Sitzung die Anfrage eines Grundbesitzers besprochen, der von der Gemeinde einen etwa 60 Quadratmeter großen Streifen des Gehwegs in der Lerchenstraße abkaufen möchte. Die Räte standen dem positiv gegenüber, zumal der Bereich dort eh nicht in besten Zustand sei. Nach einigen Diskussionen wurde festgelegt, dass man dem Interessenten eine Preis von 25 Euro pro Quadratmeter anbiete. Dazu müsse dieser die anfallenden Kosten für den Notar und die Vermessung tragen.

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