Kitzingen

Kitzinger Neubürger sollen "sich zu Hause fühlen"

"Sie wohnen nun dort, wo der Süden beginnt." Rund 120 Neubürger hieß Oberbürgermeister Siegfried Müller in der Rathaushalle willkommen.
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Den traditionellen Schluck aus der Weinkanne des Hofrats nahm auch ein Neubürger aus Nigeria. Foto: Willi Paulus

"Sie wohnen nun dort, wo der Süden beginnt." Rund 120 Neubürger hieß Oberbürgermeister Siegfried Müller in der Rathaushalle willkommen. Er hoffe, dass sich die Neu-Kitzinger gut eingelebt haben, erste Kontakte knüpfen, Freundschaften schließen konnten und sich rundum wohlfühlen. Mit rund 23 000 anderen Einwohnern wohnten sie jetzt "dort wo andere Urlaub machen." Das höre sich vielleicht etwas übertrieben an, aber in Kitzingen würden sie immer ein paar Sonnenstunden mehr erwarten als in anderen Regionen Bayerns."Wir sind seit August 2015 sogar die heißeste Stadt Deutschlands," so der OB. Die Neubürger seien in Kitzingen willkommen, sollten sich nicht nur wohl sondern auch "zu Hause" fühlen.

Es gebe sicherlich viele Beweggründe für die über 1200 Neubürger, den Lebensmittelpunkt nach Kitzingen zu verlagern. Dazu zähle sicherlich auch die Arbeit in den innovativen Firmen der Stadt. Müller freute sich, dass die Stadt nicht schrumpfe, wie befürchtet wurde, sondern durch den Zuzug ständig wachse und sogar immer jünger werde. Erstaunlich sei aber auch die Zahl von 53 Neubürgern über 90 Jahre, die ihren Lebensabend in der Stadt verbringen wollten.

Der Empfang diene der Vorstellung der Stadt und solle den Kontakt mit den politisch Verantwortlichen und Beschäftigten der Verwaltung erleichtern. Für die Anliegen der Bürger habe man im Rathaus und bei ihm persönlich immer ein offenes Ohr, versicherte Müller. Neben Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen freue man sich auch über Rückmeldungen von positiv aufgefallenen Dingen. Der OB riet den Bürgern, in den zahlreichen Vereinen Kontakte zu knüpfen. Kitzingen zeige seine Vorzüge mit vielen Sehenswürdigkeiten, einem breiten kulturellen Angebot, Kinderbetreuungseinrichtngen, allen Schularten vor Ort und interessanter Geschichte.

Claudia Biebl von der Stabsstelle des Oberbürgermeisters stellte den neuen "Kitzi-Keks" in Herzform und das Angebot des Kitzinger Picknick-Korb vor. Außerdem konnten die Gäste den neuen grünen "Hofrat-Smoothie" probieren. Tourist-Info Chefin Vanessa Feineis informierte über das Angebot an Genuss-Stadtführungen und lud zur Verkostung des "Kostproben-Steini-Bier" ein. Hofrat Walter Vierrether stellte die Hoheiten seines Hofstaates  vor und warb für die vielen Veranstaltungen der Stadt. Drei Neubürger holte er auf die Bühne ließ sie einen tiefen Schluck aus seiner Weinkanne nehmen. Da bekannte sogar der Neubürger aus Nigeria: "Geprüfet und für gut befunden." Zum Abschluss konnten die Neubürger eine Informationsmappe mitnehmen. Danach standen die Kitzinger Stadtführer für eine kostenlose Besichtigungstour zur Verfügung.  

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