Kitzingen

Kitzingen meldet: Größter Stromausfall seit 20 Jahren

Am Samstagmittag war in Kitzingen für rund drei Stunden der Strom weg. Ein Versorgungsausfall mit Folgen: Unter anderem waren Geldautomaten betroffen. Was war passiert?
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Wegen eines technischen Defekts ist in Teilen von Kitzingen am Samstagmittag für etwa drei Stunden der Strom ausgefallen (Symbolbild).
Foto: Theresa Müller

Knapp drei Stunden lang fiel am Samstag in großen Teilen von Kitzingen der Strom aus. Mehrere Straßenzüge waren betroffen, teilt der regionale Energieversorger, die Licht-, Kraft- und Wasserwerke Kitzingen GmbH (LKW), auf Anfrage der Redaktion mit.    

"Wenn plötzlich das Licht ausgeht und sämtliche elektrische Geräte von jetzt auf gleich ausfallen, ist das nicht nur unangenehm, sondern kann schwerwiegende Folgen haben. Ein solcher Stromausfall war am Samstag im Stadtgebiet Kitzingen eingetreten", schreiben die LKW. Die Unterbrechung dauerte von 11.45 bis 14.30 Uhr.

Im Krankenhaus flackerte das Licht

Die LKW, die als Energieversorger und Netzbetreiber für Kitzingen verantwortlich sind, bedauern den Vorfall: „Einen Stromausfall in diesem Ausmaß hatten wir seit 20 Jahren nicht“, erinnert sich Vertriebsleiterin Silke Burkard. „Wichtig war uns, möglichst schnell zu reagieren und somit schlimmere Folgen zu verhindern“, berichtet Burkard. Schließlich waren nicht nur die LKW selbst in der Wörthstraße, sondern Teile des Innenstadtkerns, das Gebiet Oberbäumle, teilweise der Eselsberg, die Brunnensteige und das Gebiet um die Kaltensondheimer Straße betroffen. Auch der Muldenweg, der Frankenweg und die Keltenstraße waren ohne Strom. 

Keine Auswirkungen hatte der Stromausfall allerdings im Krankenhaus. "Es war ein sogenannter Kurzausfall", erklärt Uwe Pfeiffle, stellvertretender Klinik-Vorstand. Das heißt: Zweimal habe kurz das Licht geflackert. "Alles nicht dramatisch." Keines der Notstromaggregate sprang an, und auch die Krankenhausleitung wurde nicht informiert, was der Fall gewesen wäre, wenn es sich um einen größeren Zwischenfall gehandelt hätte.

Geldautomaten außer Betrieb

„Unser Notfall-Team hat umgehend reagiert“, berichtet Silke Burkard. „Fehler können passieren.“ „Unabhängig von der Ursache ist es unser Anspruch und unsere Pflicht, eine Versorgungsstörung so schnell wie möglich zu beheben. Für diese Fälle trainieren wir entsprechend qualifizierte Mitarbeiter. Auch wenn es am Samstag ungewöhnlich lang gedauert habe. „Wir haben mit Hochdruck an der Fehlerbeseitigung gearbeitet, um die Beeinträchtigungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten“, sagt Burkard. 

Ärgerlich war der Stromausfall für Sparkassen-Kunden, die in der Herrnstraße und in der Buchbrunner Straße Geld abheben wollten. Dauerte es in der Innenstadt bis Montagmittag bis die Automaten wieder funktionierten, sprang einer der beiden Banknoten-Automaten in der Buchbrunner Straße schon kurz nach dem Stromausfall wieder an. Der zweite Automat in dieser Filiale wurde laut Sparkassen-Pressesprecher Stefan Hebig am Montag repariert. 

Für den Ernstfall trainiert

Nach Auskunft der LKW war ein technischer Defekt an einem 20-Kilovolt-Kabel die Ursache der Störung. Ein sogenannter Erdschluss. Die LKW schreiben, dass sie kein Verschulden treffe und das Unternehmen folglich für etwaige Schäden nicht haftbar gemacht werden könne.

Dennoch können sich Kunden, die Schäden geltend machen wollen an die LKW wenden, entweder per Post oder per E-Mail an info@lkw-kitzingen.de. Für Kunden, die Ansprüche an ihre Versicherungen melden möchten, stellen die LKW eine entsprechende Bestätigung über die Versorgungsunterbrechung aus.

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