Kitzingen
Blumenpracht

Kitzingen blüht auf dank Wettbewerb "Entente Floral"

Die "Entente Floral"-Jury reiste durch Kitzingen um die Stadt zu beurteilen und erkannte, dass Blumen sogar Generationen verbinden können.
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Auch auf dem Alten Friedhof gibt es für die Jurymitglieder einiges zu sehen. Stadtgärtner Johannes Linder erzählt, was. Fotos: Carmen Schmitt
Auch auf dem Alten Friedhof gibt es für die Jurymitglieder einiges zu sehen. Stadtgärtner Johannes Linder erzählt, was. Fotos: Carmen Schmitt
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Seit Ende März blüht es in Kitzingen noch mehr als sonst. Dahinter steckt der Wettbewerb namens "Entente Floral". Unter dem Motto "Zusammen wachsen - gemeinsam aufblühen" wurde in der ganzen Stadt gepflanzt, gesät und gegärtnert. Gestern machte die siebenköpfige Jury Halt in Kitzingen, nahm die Aktionen und Projekte unter die Lupe und bewertete sie.

Hildegunde Heinrich war begeistert davon, mit "wie viel Leben" sie die Stadt empfangen hat. Die Landschaftsarchitektin aus Frankfurt ist Vorsitzende der Jury, die nach Kitzingen gereist ist. Außerdem ist sie stellvertretende Vorsitzende der Jurygruppe für ganz Deutschland und beurteilt auch beim europäischen Entscheid.

Tour durch ganz Kitzingen

Einen Tag lang war die Jury in Kitzingen unterwegs, um sich neun der 30 Projekte anzusehen, die in den letzten Monaten in der Stadt angegangen wurden.
Vom Alten Friedhof ging es über den Marktplatz, zum Park am Bleichwasen, der Gärtnerei Röder, dem Gewerbegebiet Goldberg und zu weiteren Stationen in der Siedlung. Nach einem Kriterienkatalog "von Natur- und Umweltschutz bis zu touristischen Aspekten" bewertete sie die Stadt. 20 deutsche Städte machen in diesem Jahr mit. Die Jury-Gruppe war bereits in Bad Füssing und Pfarrkirchen. Heute beurteilt sie Schweinfurt.

Der Funke soll überspringen

Jedes Jurymitglied kommt aus einem anderen Fachbereich und bewertet nach gewissen Kriterien. Verena Reelfs aus Hanau ist zum zweiten Mal in der Entente Floral-Jury. Sie hat viele Jahre lang eine Baumschule geleitet. Was sie bei dem Wettbewerb besonders reizt ist das Engagement der Bürger: "Das Schönste ist, wenn man spürt, dass die Bürger eingebunden werden und der Funke übergesprungen ist." Es macht ihr Freude, wenn sie sieht, wie gut Projekte auch bei den Jüngeren ankommen.

Stadtgärtner Johannes Linder freut sich vor allem darüber, wie gut Kinder und Schüler bei den Aktionen mitgemacht haben. Mit Schulklassen und Kindergartengruppen hat er in den vergangenen Wochen gesät und gepflanzt, was das Zeug hält. Kürbisse, die er mit Krippenkindern ausgesät hat, sollen nach alten Rezepten zubereitet werden - nach dem Motto "Enkel sät, Omi kocht". "So können wir sogar Generationen zusammenbringen und das ganz entspannt. Mit dem Hilfsmittel ´Grün´ fördern wir die Kommunikation in der ganzen Stadt, nach dem Motto: Blumen schlagen Brücken", sagt Johannes Lindner lächelnd. Für ihn zählt nicht nur der "grüne" Gedanke, sondern auch der soziale.

Dran bleiben

Auch Jury-Vorsitzende Hildegunde Heinrich findet diesen Aspekt entscheidend: "Es geht nicht nur um bunte Blümchen, sondern vielmehr um das Miteinander. Das ist es, was den Wettbewerb eigentlich ausmacht." Die Medaille, die man am Ende gewinnen kann, sei nicht wichtig, sondern das, was der Wettbewerb auslöse. "Die Stadt hat es geschafft, viele einzubinden und vor allem, dass es auch noch nach dem Wettbewerb weitergeht."
Das liegt Hilmar Hein vom Städtischen Bauamt am Herzen. Er hat den Wettbewerb koordiniert. "Wir hoffen, dass wir auch danach mit den Bürgern Projekte starten und umsetzen


Wettbewerb Die Stadt soll unter dem Motto "Zusammen wachsen - gemeinsam aufblühen" grüner und lebendiger werden. Öffentliche Orte werden in vielen Projekten mit Pflanzen verschönert. Ziel ist es außerdem, die Bürgen einzubinden, zu aktivieren und mit ihnen zusammen Projekte zu starten.

Europa Der Wettbewerb Entente Florale läuft europaweit. 20 000 Städte und Dörfer aus zwölf Nationen machen jedes Jahr mit. Deutschland nimmt daran seit fast zehn Jahren teil. Der Bundeswettbewerb "Gemeinsam aufblühen" wir vom Zentralverband Gartenbau e.V., dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem Deutschen Tourismusverband
initiiert.
Die Preisverleihung ist Ende August in Mainz.

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