SULZFELD

Kirche neuen Charme verliehen

Nach der Außensanierung ist die Sulzfelder St. Sebastian-Kirche ein Hingucker geworden. Pfarrer Gerhard Spöckl schwärmte zum Abschluss von einer Kirche mit Charme und Ausstrahlung.
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Freudiger Tag für die Sulzfelder: Kirchenpfleger Heribert Hörlin (von links), Pfarrer Gerhard Spöckl, Bürgermeister Gerhard Schenkel und Architekt Friedrich Staib waren beim Rathausempfang angetan von der Außensanierung der St. Sebastian-Kirche und stießen gemeinsam darauf an. Foto: FOTO: Hartmut Hess
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„Die Kirche sollte ein Hingucker sein und Heimat abbilden.“ Das sagte Friedrich Staib, der beauftragte Architekt für die Außensanierung der Sulzfelder St. Sebastian-Kirche. Die renovierte Kirche in Sulzfeld ist ein Hingucker geworden. Pfarrer Gerhard Spöckl schwärmte von einer Kirche, Charme und Ausstrahlung habe.

Beim Festgottesdienst sprachen am Sonntag Kirchenpfleger Heribert Hörlin, Norbert Lehnert vom Bischöflichen Bauamt in Würzburg und Architekt Friedrich Staib.

Der Architekt schilderte seine Zielsetzung, das katholische Gotteshaus zu einem Gesamtbild zu formen und dem markanten Gebäude seine Ursprünglichkeit zurückzugeben. Jetzt gebe die St. Sebastian-Kirche ein zusammenhängendes Bild ab, in dem Details der Vergangenheit herausgestellt seien.

Architekt Friedrich Staib erklärte, dass Gebäude in jeder Epoche Veränderungen erfahren würden. Darauf ging Bürgermeister Gerhard Schenkel beim Rathausempfang ein. Denn aus schalltechnischen Gründen waren die Kirchturmuhren zugunsten von jetzt zentral postierten Schallluken an die Seite des Glockenturms versetzt worden. „Ich selbst kann jetzt die Kirchenglocken besser hören“, bestätigte der Bürgermeister den Erfolg der schalltechnischen Verbesserung.

Schenkel sprach von der Kirche als optisch herausragendes Gebäude in Sulzfeld und trug eine Forderung der Christen an Pfarrer Spöckl heran. „Die Sulzfelder wollen keine Zentralisierung, sondern, dass die Erstkommunion der Kinder weiter hier in Sulzfeld gefeiert wird“, sagte der Bürgermeister im Rathaussaal. Denn die Sulzfelder Winzer würden ihr Weinfest ja auch nicht in Kitzingen feiern.

Der evangelische Dekan Hanspeter Kern hatte seine Aufwartung gemacht und beschenkte Heribert Hörlin mit einer Bibel. Gerhard Spöckl freute sich darüber und legten allen ans Herz, dass beide Konfessionen in den nächsten Jahren noch mehr aufeinander zugehen sollten, um als Christen Strahlkraft zu haben. Hanspeter Kern bedankte sich dafür, dass die evangelischen Christen das katholische Gotteshaus seit Jahren für Gottesdienste nutzen dürfen. Kern bezeichnete die St. Sebastian-Kirche als bauhistorisches Juwel, das den Ort präge und ziere „wie der Glauben unser Leben“.

Heribert Hörlin dankte der politischen Gemeinde, der Diözese Würzburg, Zuschussgebern und Spendern zur Finanzierung der auf über 700 000 Euro veranschlagten Sanierung. Er lobte die Handwerker für ihre „ausgezeichnete Arbeit“ und in Richtung Architekt sagte er, mit ihm habe die Kirchenverwaltung einen sehr kompetenten Kopf gefunden, dessen Handschrift die Kirche jetzt trage. „Mit Ihnen würde ich morgen sofort die nächste Baumaßnahme durchführen“, so der Kirchenpfleger abschließend.

Wem die Kirche jetzt gut gefällt, der kann sie künftig auch zuhause bestaunen. Denn der einheimische Künstler Harald Schmaußer hat die St. Sebastian-Kirche gemalt. Nachdrucke dieses Bilds verkauft die Kirchengemeinde seit Sonntag, so dass jeder seine eigene Kirche zuhause haben kann.

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