MARTINSHEIM

„Kindergarten-Song“ zur Geburtstagsfeier in der „Spielwiese“

Längst vorbei sind die Zeiten, als Kinder in Dörfern nur während der Erntezeit in Kindergärten gingen. Seit 20 Jahren gibt es die „Spielwiese“ – und das wurde gefeiert
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Mit einem eigenen „Kindergarten-Song“ bereicherten die Kleinen in Martinsheim das Fest zum 20-jährigen Bestehen des Hauses in der Schulstraße. Foto: Foto: JENS KUTTLER

Seit 20 Jahren besteht der Kindergarten in der Schulstraße in Martinsheim. Dies wurde beim Kindergartenfest mit verschiedenen Darbietungen der Kinder und Grußworten gefeiert.

Bis ins Jahr 1949 lassen sich die Anfänge der Kinderbetreuung in Martinsheim in der Dorfchronik zurückverfolgen, berichtete Bürgermeister Rainer Ott. Damals hatten Pfarrer Wilheim Beck und Lehrer Martin Geitz einen Erntekindergarten gegründet. Während der Erntezeit wurden die Kinder in einem kleinen Raum in der Weetgasse beaufsichtigt. In das mittlerweile abgerissene alte Pfarrhaus wurde 1955 umgezogen. 1962 wurde die Betreuung ins alte Schulhaus verlegt, das heute auch für Gemeinderatssitzungen genutzt wird.

67 Plätze: Einrichtung gut belegt

Offiziell als Kindergarten anerkannt wurde die Einrichtung 1977, also vor 40 Jahren. Als Mitte der neunziger Jahre die Räume zu klein wurden, fiel die Entscheidung für einen Neubau in der Nähe der Grundschule. „Eine große finanzielle Belastung für die Gemeinde, aber wie sich zeigte auch eine notwendige und richtige Entscheidung“, so der Bürgermeister. 1997 wurde schließlich in den neuen Kindergarten umgezogen, der damals zwei Gruppen hatte.

Zum zehnjährigen Jubiläum erhielt der Kindergarten 2007 nach einer Abstimmung der Eltern den Namen „Spielwiese Martinsheim“. 2012 wurde eine Gruppe in eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen umgebaut, um neuen Anforderungen gerecht zu werden. Eine Hortgruppe für 20 Kinder wird seit 2013 in den Räumen der nahegelegenen Grundschule durch die Mitarbeiter des Kindergartens betreut. Diese wurde 2015 auf 30 Kinder erweitert. Derzeit hat der Kindergarten eine „Betriebserlaubnis für 67 Kinder“, erklärte der Bürgermeister. Die Kapazität wird auch genutzt und benötigt, so dass die Gemeinde sogar über eine Erweiterung nachdenkt. Schließlich sei der Kindergarten eine wichtige Station und Ergänzung zum Elternhaus, betonte Rainer Ott.

„Die weitsichtige Entscheidung der Gemeinde“ lobte die Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber, da ein gutes Betreuungsangebot vor Ort wichtig sei. Sie hob die Nähe zur Schule positiv hervor.

Mit einem Gottesdienst zum Thema Farben hatte Pfarrerin Christine Stradtner die Feier zum zwanzigjährigen Bestehen der Kindergartengebäudes eröffnet; die Kinder erfreuten die Gäste mit verschiedenen Darbietungen und zum Abschluss ihres Auftritts mit dem „Kindergarten-Song“.

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