Bei der Frage, ob es in Buchbrunn einen Wohnmobilstellplatz geben soll, fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung noch keinen Beschluss. Grundsätzlich zeigten sich einige Räte gegenüber der Initiative von Steven Haass aufgeschlossen. Der aktuell in Betracht kommender Standort überzeugte aber nicht.

Der Gemeinderat hatte im Jahr 2010 bei der Änderung des Flächennutzungsplans eine 1300 Quadratmeter Sondergebietsfläche für einen Wohnmobilstellplatz am östlichen Rand des Baugebiets Am Schelm, am Klettenberg in der Hans-Gernet-Straße vorgesehen. Soll dort ein Wohnmobilstellplatz entstehen, müsste ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Bürgermeister Hermann Queck gab zu bedenken, dass es zu Beeinträchtigungen der Anwohner des Wohngebiets durch die Wohnmobilnutzung kommen könnte. Das Vorhaben wäre mit enormen Kosten verbunden, wie der Bürgermeister erläuterte. Denn das Ingenieurbüro Arz erstellte eine Kostenprognose von 280 000 Euro für die Erschließung mit einer Teilbefestigung der Fläche sowie dem Verlegen von Leitungen für Trinkwasser, Abwasser, Strom und Internet.

Zusätzlich würden noch 13 000 Euro für das Aufstellen des Bebauungsplans anfallen. Die Ratsrunde beauftragte Bürgermeister Hermann Queck damit, nach Alternativstandorten zu suchen und Informationen einzuholen, was dort das Vorhaben kosten würde.

Vereinbarung zugestimmt

Der Gemeinderat stimmte einer Vereinbarung der Gemeinde mit der Flurbereinigungs-Teilnehmergemeinschaft zu. Die Vereinbarung regelt die Modalitäten zum Abriss von zwei Gebäuden in der Hauptstraße 20, die zuletzt als Unterkunft für Asylbewerber genutzt waren. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 53 550 Euro, wozu die Gemeinde eine Förderung von 34 750 Euro plus die anteiligen Planungskosten erhält. Nach dem Abriss will die Gemeinde zusammen mit dem Landratsamt dort die Straße verbreitern und Gehwege errichten.

Die Ratsrunde beschloss, für den Ausbau des geschotterten Wiesenwegs einen sechs Meter breiten Streifen an zwei Grundstücken als Ausgleichsfläche auszuweisen und mit Bäumen zu bepflanzen. Dieses Vorgehen fand die Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde.

Warten auf Dorferneuerung

In Buchbrunn stehen einige Dinge ins Haus, die der Gemeinderat jetzt nicht sofort anpacken, sondern im Zuge der Dorferneuerung realisieren will. Dafür hat sich bereits ein Arbeitskreis Rathaus- und Kirchenumfeldsanierung gebildet. Wenn dieses Areal angepackt wird, dann will die Gemeinde auch den TSV-Keller, den sich die Räte vor der Sitzung anschauten, mit auf Vordermann bringen. Auch eine ins Auge gefasste Sanierung der Friedhofsmauer, die der Bürgermeister ansprach, werde dann ein Thema.

Bei Starkregen geholfen

Am Muttertag waren die Buchbrunner von einem Starkregen betroffen, wobei ein Gitter am Einlauf eines Oberflächenwasserkanals unweit des Kinderspielplatzes die Lage verschärfte. Hermann Queck lobte den Zusammenhalt der Bürger: „Am Abend waren die Keller ausgepumpt und schon alles wieder weggeräumt und gesäubert.“ Queck will jetzt mit dem Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt reden, ob das Gitter entfernt werden kann und stattdessen ein Warnschild ausreicht.