OBERNBREIT

Kein Lärmschutz an der Bahn für Obernbreit

Die Hoffnung war in Obernbreit groß, 2017 Lärmschutzwände an der Bahnlinie zu bekommen. Doch ähnlich wie in Marktbreit machte sich auch im Nachbarort Resignation breit
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Ergänzungen für die Stufenlösung
(kls) Recht leicht taten sich Verwaltung und der Bauausschuss des Ochsenfurter Stadtrats mit dem Bahnlärmschutz im Stadtteil Goßmannsdorf, für den ein eigenes Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird. Was geplant ist, wurde ohne größere Diskussion gebilligt. Die bereits beim Bau der Umgehungsstraße aufgebauten Lärmschutzwände, die bislang in der Höhe abgestuft sind, sollen auf volle Höhe von drei Metern über der Schienenoberkante ergänzt werden. So ist es im Planfeststellungsverfahren vorgesehen. Auf Seiten der Stadt Ochsenfurt wird aber der Wunsch formuliert, die Lärmschutzwand deutlich zu verlängern, nämlich bis etwa auf Höhe des Technischen Hilfswerks. Damit sollen die Wohnbereiche im Altort, die Schule und der Kindergarten gegen Bahngeräusche abgeschirmt werden. Foto: Foto: KLAUS L. STÄCK

Die Hoffnung war auch in Obernbreit groß, im Jahr 2017 endlich Lärmschutzwände an der Bahnlinie zu bekommen. Doch ähnlich wie schon in Marktbreit (wir berichteten) machte sich auch in der Nachbargemeinde Resignation breit, als Bürgermeister Bernhard Brückner am Mittwochabend den Räten ein Schreiben der Regierung von Unterfranken zur Kenntnis gab. Danach wurden die Lärmwerte herabgesetzt und alle Berechnungen müssen neu erfolgen. „Wir nehmen's zur Kenntnis“, sagte er, denn wann nun der Lärmschutz kommt, ist offen.

Weitere Punkte der Sitzung

• Auch wenn der provisorische Gehweg in der Breitbachstraße nicht fachgerecht angelegt wurde, kann er laut einem Schreiben des Landratsamts derzeit so bleiben. Eine Kamera wird in den nächsten vier Wochen die Situation aufzeichnen, nach der Auswertung wird neu entschieden.

• Ein lange diskutiertes und mit etlichen Befreiungen vom Bebauungsplan genehmigtes Bauvorhaben im Sonnenhang sorgt wieder für Diskussion: Nun hält sich der Bauherr wohl nicht an die vorgeschriebene Bauhöhe. Ein Ortstermin der Bauaufsicht am Landratsamt ergab: Die maximale Differenz liegt im ungünstigsten fall bei 20 Zentimetern. Kein Grund für die Behörde, einschreiten. Zudem sei der alte Bebauungsplan hier nur wenig genau und lasse Spielraum zu.

• Der Neubau an der Stelle einer vor einigen Wochen abgebrannten Scheune in der Breitbachstraße stieß bei den Räten auf wenig Gegenliebe: Die für den Altort ungewöhnliche Dachkonstruktion mit großen Gauben lasse den Schluss einer Aufstockung des Gebäudes zu. Die Räte erteilten ihr Einvernehmen nicht, nun ist das Landratsamt gefragt.

• Die heftigen Niederschläge im Mai haben auch für Obernbreit ein Nachspiel: Straßen, Gräben und Einläufe mussten professionell gereinigt werde, die Kosten belaufen sich auf gut 3000 Euro.

• Wohl ein wenig lange gewartet haben die Verantwortlichen bei der Reinigung des Absetzbeckens am Obernbreiter Waschplatz. Das ist nun übergelaufen und musste ebenfalls professionell gereinigt werden. Das und die Entsorgung des Schlamms der Ölabscheidebecken kosteten über 4000 Euro.

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