KITZINGEN

Jury vergibt Bestnoten an das AKG

Monatelang haben die Kitzinger darauf hingearbeitet. Am Abend vorher war die Stadt noch einmal mit einer Kehraktion auf Hochglanz gebracht worden: Am Samstag, 19. Juli, war der Tag der Wahrheit. Die internationale Jury des europäischen Wettbewerbs Entente Florale war in der Stadt unterwegs. Wo Kitzingen unter den zwölf Bewerbern aus ganz Europa landet, blieb nach der sechsstündigen Präsentation offen: Das Ergebnis gibt es erst bei der Siegerehrung Ende September in Ungarn.
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Heimliche Stars der Präsentation: Der Besuch im Armin-Knab-Gymnasium, das am Samstag Schulfest feierte, kam besonders gut an. Die Schüler – wie hier Lilli und Lavanya – präsentierten in perfektem Englisch die Aktivitäten im Schulgarten. Foto: Fotos: Siegfried Sebelka
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Monatelang haben die Kitzinger darauf hingearbeitet. Am Abend vorher war die Stadt noch einmal mit einer Kehraktion auf Hochglanz gebracht worden: Am Samstag, 19. Juli, war der Tag der Wahrheit. Die internationale Jury des europäischen Wettbewerbs Entente Florale war in der Stadt unterwegs. Wo Kitzingen unter den zwölf Bewerbern aus ganz Europa landet, blieb nach der sechsstündigen Präsentation offen: Das Ergebnis gibt es erst bei der Siegerehrung Ende September in Ungarn.

„Ich habe noch keine bessere Präsentation von Schülern gesehen.“
Martin Wagner Chef der Entente-Jury

Mindestens einen Sieger gab es dann am späten Samstagnachmittag doch: Jury-Chef Martin Wagner, als Österreicher und Wiener eher unverdächtig, zu viel zu loben, war vom Auftritt der Schüler des Armin-Knab-Gymnasiums begeistert. Zu dem, was die Schule und vor allem das Schulgarten-Team geboten hatte, wie die Schüler in bestem Englisch ihre Projekte vorgestellt hatten, sagte der Jury-Chef: „Ich habe noch keine bessere Präsentation von Schülern gesehen.“

Damit war aber auch schon das ganz hohe Lied gesungen. Nach sechs Stunden Präsentation an 16 Stationen in der Stadt und das bei Temperaturen über 30 Grad fiel das erste Fazit nach der Abschlussbesprechung der siebenköpfigen Jury positiv, aber nicht mehr ganz so euphorisch aus. „Wir dürfen uns für einen sehr interessanten und lehrreichen Tag bedanken“, sagte Wagner in einer ersten Stellungnahme an das Projektteam um Stadtgärtner Johannes Lindner. Es habe alles funktioniert. Die Juroren aus den Niederlanden, Österreich, Italien, Ungarn, Irland, Slowenien und Deutschland (ohne Stimmrecht), alles Profis aus den Bereichen Stadtentwicklung und Landschaftsarchitektur, hätten sich anhand ihres zehn Kriterien umfassenden Katalogs ein Bild machen können. In allen Bereichen, von Zukunftsfähigkeit und Visionen, über Tourismus, Erneuerbare Energien, Gestaltung der öffentlichen Räume, der Einbeziehung der Bürger oder auch der Sauberkeit habe Kitzingen punkten können. „Vieles war extrem positiv“, sagte Wagner. Allerdings habe die Jury hie und da auch die berühmte Nadel im Heuhaufen gefunden. „Eure Pläne sind ausgezeichnet, es gibt sehr viele Überlegungen“, sagte Wagner, allerdings habe man vieles bei der Präsentation nicht mitbekommen. Jedoch hatten die Juroren auch Tipps für die Stadt. Die werden in einem schriftlichen Report nachgeliefert. Wagner machte klar, dass die endgültige Entscheidung nach der letzten Besichtigungstour der Juroren am 11. August in London fallen werde. Das Ergebnis gibt es in Ungarn.

Los ging die Tour um 8 Uhr am Königsplatz, wo die Kitzinger Herolde und Oberbürgermeister Siegfried Müller die Jury, die aus Tschechien anreiste, begrüßten. Die Jury machte von Anfang an klar: sechs Stunden, keine Minute mehr. Präsentation nur in Englisch. Damit hatte das Organisationsteam und Michael Paschall als Stimme Kitzingens einere Aufgaben. 16 Stationen standen auf dem straffen und minutengenau getakteten Ablaufplan und Lindner sorgte dafür, dass es keine Hänger gab. Bis Mittag war mit dem Fastnachtmuseum, dem Alten Friedhof, dem AKG, dem Waldkindergarten und dem Rathaus die erste Etappe geschafft. Das Gartenschaugelände, die Mondseeinsel und die Siedlung folgten. An vielen Stellen gab es Präsentationen und viele Kitzinger waren mit dabei.

Nach einer heißen Nacht hatten die Juroren am Sonntag Zeit. Um 11 Uhr ging ihre Mission weiter. Mit Sommerach stand der zweite Kandidat aus dem Landkreis Kitzingen auf dem Programm.

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