KITZINGEN

Jugendliche sind Zukunft der TG Kitzingen

Zur Versammlung hatte die 1604 Mitglieder zählende Turngemeinde Kitzingen eingeladen.
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Turnschuh
Foto: Błażej Łyjak (iStockphoto)

Die Mitgliederversammlungen der Hauptvereins der Turngemeinde Kitzingen (TGK) sind stets nicht so gut besucht. Der Grund: die Abteilungen führen ein reges Eigenleben, halten auch eigene Versammlungen ab und berichten dann der Mitgliederversammlung. So das Bild auch diesmal in der Vereinsgaststätte, als Vorstandsvorsitzender Stephan Christmann wenig mehr als 20 Teilnehmer begrüßte.

Große Investitionen

Die Zuwendungen der Stadt für Jugendarbeit, Übungsleiter und Sportstätten nannte der Vorstandsvorsitzende mit mehr als 38 000 Euro (2015) einen wichtigen Beitrag zur Vereinsarbeit. Damit sei es für die TGK weiter möglich, einen Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt zu leisten. Viele Aktivitäten wären ohne die Zuwendungen und die Leistungen vieler Sponsoren so nicht möglich.

Dank des Fördervereins – zuständig für das Sammeln von Spenden – wurden sechs der neun Tennisplätze mit einem Kostenaufwand von 160 000 Euro saniert.

Das Jahr 2015 wurde mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Mitverantwortlich dafür sind für Christmann die Beitragserhöhung seit 2013 sowie ein erhöhtes Spendenaufkommen und eine Einmalumlage in der Tennisabteilung zur Sanierung ihrer Plätze.

Wesentliche Ereignisse waren neben der Platzsanierung der Sport- und Spielenachmittag, der Wandertag und der Ehrenabend.

Kurt Semmler berichtete aus der Mitgliederverwaltung, dass die TGK zuletzt 1604 Mitglieder an den Bayerischen Landessportverband (BLSV) meldete. Stärkste Sparten sind die Turn- und die Tennisabteilung; den stärksten Zuwachs verzeichnete die Volleyballabteilung.

Finanzvorstand Gerhard Gassner unterstrich, dass die Beitragserhöhungen der vergangenen Jahre Früchte trugen. Allerdings stünden weitere Sanierungen in den nächsten Jahren bevor: Am Boden der Ballspielhalle und an der Heizung. Da mit Kosten um 380 000 Euro zu rechnen ist, mahnte Stephan Christmann eine weiterhin sparsame Haushaltsführung an.

Erfolge in vielen Sparten

Die Abteilungsberichte fasste Geschäftsführerin Chris Wiegand zusammen. So habe sich die Kinder- und Jugendarbeit bei Aikido in 15 Jahren etabliert, die Sparte Handball habe jedoch trotz einer Spielgemeinschaft eher durchwachsene Ergebnisse gebracht.

Das Laufteam trat zu mehr als 30 Wettbewerben im In- und Ausland an, die Leichtathletik-Abteilung verzeichnete Erfolge auf unterfränkischer und bayerischer Ebene. Die Radsportler organisierten die inzwischen 25. Bocksbeuteltour mit mehr als 500 Teilnehmern. Bei Meisterschaften war erneut die Schwimmabteilung erfolgreich, die Tennisabteilung trat mit 15 Jugend- und elf Erwachsenenmannschaften erfolgreich an.

Stärkster Verein

Das breiteste Spektrum bietet die Turnabteilung an. Deutlich gewachsen ist die Volleyballabteilung, deren Damen nach der Relegation in der Bezirksklasse spielen. In Kürze soll auf Nachfrage auch wieder Basketball angeboten werden.

Bürgermeister Stefan Güntner erwähnte seine Verbindung zum Sport und bekannte seine Neigung zum Triathlon, allerdings ohne Ambitionen für Wettkämpfe oder gar Meisterschaften. Die Zahl der Mitglieder beim stärksten Kitzinger Verein nannte Güntner ein Maß der Wichtigkeit und Bedeutung, die die Turngemeine in der Stadt und darüber hinaus hat.

Ehrenvorsitzender Toni Baum merkte an, dass rund 800 Jugendliche die Zukunft des größten Vereins im Landkreis darstellten. Der Antrag von Liddy Martin, Mitgliederversammlungen zukünftig zu späteren Termin anzusetzen, fand keine Mehrheit. Der Wandertag 2016 für aktive und passive Mitglieder wurde auf Sonntag, 2. Oktober, festgelegt.

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