KITZINGEN

Jeder ist an Heiligabend willkommen

Ehrenamtliche organisieren Treffpunkt in der Kitzinger Siedlung
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Sie bereiten den weihnachtlichen Abend im Stadtteilzentrum in der Kitzinger Siedlung vor: Winfried und Renate Dickert, Herwig Fuchs, Edith und Manfred Burger. Vom Organisationsteam fehlt Angela Furkel. Foto: Foto: Burger
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Es ist schon beinahe eine Tradition. Auf jeden Fall ist es eine lieb gewonnene Veranstaltung in der Siedlung. Für die Gäste und die Organisatoren gleichermaßen.

Edith und Manfred Burger freuen sich schon auf Heiligabend. Wegen der Geschenke, klar. Wegen der Erinnerung an die Geburt Christi, logisch. Aber vor allem auf die Begegnungen im Stadtteilzentrum in der Siedlung. Von 19 bis 21 Uhr sind dann wieder alle eingeladen, die an Heiligabend gerne unter Menschen sind, die nicht alleine zuhause sitzen möchten. „Anfangs war es tatsächlich nur für alleinstehende Menschen gedacht, die einen Ort zum Austausch finden sollten“, erinnert sich Manfred Burger. Diese Menschen sind natürlich nach wie vor eingeladen und willkommen. Aber nicht nur sie: Ehepaare sind in den letzten Jahren gekommen, ganze Familien. „Letztendlich ist jeder willkommen“, betont Edith Burger.

„Für mich ist dieser Heiligabend genau so, wie er sein sollte.“
Manfred Burger, Organisationsteam

Vor acht Jahren hatten die Burgers die Idee zu dem weihnachtlichen Treffen. „Unsere Kinder waren groß und aus dem Haus. Wir wollten etwas Gutes tun“, erinnern sie sich.

Das Lampenfieber war damals groß. Würde überhaupt jemand kommen? Oder würden sie gleich von Interessenten überrannt werden? Rund 40 Menschen waren bei der Premiere da. Auf diesem Stand haben sich die Besucherzahlen in etwa eingependelt. „Wir waren auch schon mal um die 70“, berichtet Manfred Burger. Aus dem Kloster Münsterschwarzach kamen vor zwei Jahren etliche Flüchtlinge.

„Das Publikum ist ganz gemischt“, freut sich Edith Burger. Menschen aus Stadt und Landkreis Kitzingen kommen, Menschen aus dem Notwohngebiet.

Ältere und Jüngere sind da. Gemeinsam essen und singen sie. Manfred Burger hat seine Gitarre immer mit dabei. Vor allem bleibt Raum für Gespräche. „Für mich ist dieser Heiligabend genau so, wie er sein sollte“, sagt Manfred Burger.

Das liegt auch an den vielen helfenden Händen, die sich in der Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig im Kitzinger Land auch in diesem Jahr wieder gefunden haben. Zum Organisationsteam gehören neben dem Ehepaar Burger Renate und Winfried Dickert, Angela Furkel und Herwig Fuchs.

Sie werden den Saal im Stadtteilzentrum am Sonntag vor Heiligabend schmücken und die Getränke sowie das Essen für die Gäste abholen. „Metzgereien und Bäckereien aus Kitzingen und dem Umland unterstützen durch ihre großzügigen Spenden diese Aktion“, freut sich Edith Burger. Es wird Würstchen, Brötchen und Gebäck geben, dazu Glühwein und alkoholfreie Getränke. Den Saal stellt die Stadt Kitzingen kostenlos zur Verfügung. Bei aller Routine, die sich mittlerweile eingestellt hat, zaubern die Burgers dann doch wieder eine Neuigkeit aus dem Hut. In diesem Jahr haben sie von JungStil einen Bus zur Verfügung gestellt bekommen. „Wir können also auch Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, abholen und wieder heimfahren“, erklärt Edith Burger.

Allerdings muss eine Anmeldung dafür spätestens am Samstag, 22. Dezember, bei den Burgers oder in der Pfarrei St. Hedwig eingegangen sein. Dort können sich auch diejenigen Menschen melden, die bei den Vorbereitungen mithelfen wollen.

Termin: Heiligabend, 24. Dezember, von 19 bis 21 Uhr.

Wo: Stadtteilzentrum Kitzingen Siedlung, Königsberger Straße 11.

Anmeldung: In der Pfarrei St. Hedwig, Tel. 09321/7177 oder bei Familie Burger, Tel. 09321/34156. Die Anmeldung ist erwünscht, aber nicht zwingend. Man kann auch ohne Anmeldung vorbeikommen.

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