"Erst das Abi." So hat es Beate Flößer dem Vorstand des Astheimer Weinbauvereins ganz klar deutlich gemacht. Außerdem findet sich ja vielleicht doch noch jemand anderes, der Astheims neue Weinprinzessin werden will? So wirklich in den Vordergrund will sich die Gymnasiastin ja eigentlich gar nicht drängen. Doch der Weinbauverein ließ nicht locker - und in Beate wuchs derweil der Reiz "Ja" zu sagen weiter und weiter.
Am Freitagabend war es dann soweit. Das schriftliche Abitur in der Tasche und bloß noch die mündlichen Prüfungen ausstehend, wurde Beate Flößer von ihrer Vorgängerin Laura Hertlein zur neuen Weinprinzessin des Volkacher Ortsteils gekrönt. "Ich freue mich jetzt riesig auf meine neue Aufgabe", sagt sie - und kein Zweifel liegt mehr in ihrer Stimme.
Beate möchte Astheim, seine Bewohner und den Wein würdig nach außen präsentieren - und das mit vollem Elan. Nach einer kurzen "Prüfungserholungszeit" plant sie in Kürze ein soziales Jahr in einem Krankenhaus in Gerolzhofen, wo sie im Schichtdienst arbeiten würde. "Wenn die Krone ruft, werde ich es sicher schaffen, die meisten meiner Termine wahrzunehmen", hofft sie.
In ihrer Amtszeit will sie es vor allen Dingen schaffen, das Astheimer Weinfest mehr hervorzuheben. Bedingt durch das schlechte Wetter sei es in den letzten Jahren nicht so gut gelaufen. "Ich möchte mitarbeiten, dass unser schönes Weinfest wieder den Stellenwert bekommt, den es verdient".
Besonders auf ihr neues Amt vorbereitet hat sie sich nicht. Sie zählt auf die Tipps, die sie von Laura Hertlein bekommen hat. Der fiel es am Freitag sichtlich schwer, Abschied von ihrem Amt als Astheimer Weinprinzessin zu nehmen. In den zwei Jahren hat sie viele neue und nette Menschen und Freunde kennen gelernt. "Mich hat besonders fasziniert, dass ich Astheim mal von innen heraus kennen lernen konnte", erzählt sie und nennt als Beispiel die Organisation des Weinfestes oder des Tags der offenen Höfe. "Jetzt weiß ich, wie viel Zeit und Einsatzwillen hinter jedem dieser Vorhaben steckt." Künftig will sich Laura voll und ganz auf ihr Studium konzentrieren, wohlwissend, dass sie ihr Amt sicher ab und zu vermissen wird. Nach vielen Worten des Dankes legte sie die Krone auf ein großes Kissen ab, ließ es sich aber nicht nehmen, noch einmal zu betonen, dass die Astheimer Krone eine der schönsten hier an der Mainschleife sei.
Doch Astheim war nur für wenige Minuten ohne Regentschaft. Schon kurz darauf thronte das Schmuckstück auf dem Haupt von Beate Flößer. Und der war schon bei ihrer Antrittsrede anzumerken, dass sie ihre Entscheidung nicht bereuen wird.