Kitzingen
Waffen

Jäger erschießt Kormoran und löst Großeinsatz aus

In Kitzingen ist es am Freitag auf dem Parkplatz des Hallenbades zu einem Polizeigroßeinsatz gekommen.
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Symbolfoto: Ronald Rinklef
Symbolfoto: Ronald Rinklef
Am Freitagmittag gegen 11.30 Uhr löste ein Jäger laut Polizeieinsatz einen größeren Polizeieinsatz aus. Der Einsatzzentrale wurde mitgeteilt, dass auf dem Parkplatz des Kitzinger Hallenbades eine männliche Person mit einem Gewehr schießen würde. Sofort wurden mehrere Streifenwagen zum Schwimmbadparkplatz beordert.


Situation in Kitzingen wird mit mehreren Beamten unter Kontrolle gebracht


Die wenig später eintreffenden Streifenbesatzungen machten den Schützen sofort ausfindig und stellten die Person. Die Situation war durch mehrere Beamte sofort unter Kontrolle gebracht und die Lage konnte entschärft werden. Es stellte sich heraus, dass ein 62-jähriger Mann beim Vorbeifahren am Mainufer einen verletzten Kormoran entdeckt hatte. Da der Mann selbst Jagdrevierleiter und eine Waffe im Kofferraum mit sich geführt hatte, packte er diese aus und erschoss den verletzten Vogel.

Er wollte damit auf schnelle Art das Tier von seinem Leiden erlösen. Insgesamt hatte der Einsatz eine Vielzahl von Polizeifahrzeugen auf den Plan gerufen.

In den vergangenen Wochen ist es immer wieder vorgekommen, dass berechtigte Jäger tagsüber auf Jagd gingen und im Bereich von Ortschaften Schüsse abgaben. Dass dies nicht alltäglich ist, und für die Bevölkerung bei jedem einzelnen Fall eine gewisse Gefährdungslage hervorruft, ist durchaus nachvollziehbar, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung weiter. Durch die derzeit angespannte Sicherheitslage sei die Bevölkerung sensibilisiert und hat gerade mit Blick auf "Waffenträger" ein wachsames Auge. Derartige Meldungen werden bei der Polizei ernst genommen und mit dem nötigen Personal zum Einsatz geführt.




Polizei appelliert an Jäger

Die Polizei möchte deswegen an "Jäger" appellieren, dass sie bei anstehenden Jagdausübungen dies vorher bei der Inspektion telefonisch ankündigen. Zu ihrem eigenen Schutz wird zudem angeraten, entsprechende Sicherheitskleidung in Form von Warnwesten zu tragen. Damit wären derartig gekleidete Personen sowohl für die Bevölkerung, als auch für Einsatzkräfte besser zu erkennen und einzuschätzen.
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