IPHOFEN

Iphofen weiter ohne Windräder

Der regionale Planungsverband beschäftigt sich mit der Zulassung von Windkraftanlagen. Als besonders umstritten erwies sich der dabei Steigerwald als Naturpark.
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Windkraftgegner sammeln Spenden: Während es Windkraft-Befürworter kaum erwarten können, dass sich das erste Windrad in Rhön-Grabfeld dreht, hoffen Kritiker auf den Erfolg einer Klage gegen den Freistaat Bayern. Foto: Foto: Regina Vossenkaul

Der regionale Planungsverband mit der Stadt Würzburg und den Landkreisen Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg, beschäftigt sich mit der Zulassung von Windkraftanlagen. Als besonders umstritten erwies sich dabei der Steigerwald als Naturpark. Dem Bericht von Bürgermeister Josef Mend zufolge hat sich der Verband nun darauf verständigt, vorhandene Schutzzonen zu erhalten. Damit stehe fest, dass es im Stadtbereich Iphofen keine Windräder geben werde. Mend begrüßte das, ergänzte jedoch, dass die Stadt abweichend von den Vorgaben Zonen festlegen könne.

Dieter Lenzer erinnerte, dass die Stadt selbst lange Zeit Standorte gesucht habe, von denen allerdings keiner übrig blieb. Nun sollte die Suche nicht erneut begonnen werden. Das sah Rupert Maier anders, für ihn ist es ein Ärgernis, dass Iphofen keine Windräder hat, während sich kurz hinter der Gemarkungsgrenze (bei Enzlar) welche drehen. Bürgermeister Mend rief jedoch die Ergebnisse der Bürgerversammlungen in Erinnerung, in denen sich die Bürger ablehnend geäußert hätten. Zudem habe er nicht vor, die seit 2014 in Bayern geltende 10H-Regel (Mindestabstand vom zehnfachen der Höhe eines Windrades zur nächsten Wohnbebauung in Gebieten mit Bebauungsplänen) zu ignorieren.

Der Stadtrat beschloss mit einer Gegenstimme das Zonierungskonzept unverändert zu übernehmen.

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