MARKTSTEFT

Internet-Hotspots, Spielplatz und Gerüchte

Weil Gerüchte in Marktsteft die Runde machen würden, sah sich Bürgermeister Thomas Reichert in der Stadtratssitzung zu einer Stellungnahme veranlasst.
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Bürgermeister-Wahl
Bürgermeister Thomas Reichert (CSU). Foto: Robert Haaß

Mit einem Wort in eigener Sache eröffnete Marktstefts Bürgermeister Thomas Reichert die Stadtratssitzung am Montagabend. Anlass waren Gerüchte, die nach Aussage des Stadtchefs in der Ortschaft die Runde machten. Thema sei immer wieder, dass er „abdanken“ wolle. Daran sei aber nichts, erklärte der Stadtchef und widmete sich dann der Stadtpolitik.

Weitere Themen im Rat:

• „Null Risiko“ und preislich überschaubar: Die Argumente überzeugten. Der Stadtrat beschloss, dass die Stadt zwei öffentliche so genannte WLAN-Hotspots installieren will, die mit bis zu 2500 Euro pro Anschluss vom Freistaat bezuschusst werden (Bayern-WLAN). Bislang wurde die Haftung bei Schäden durch die Nutzung des kabellosen Internetzugangs auf dessen Eigentümer abgewälzt. Die Stadt hätte im Zweifel zur Verantwortung gezogen werden können. Künftig obliege die Haftung durch eine Gesetzesänderung dem Provider. Es spreche also nichts mehr gegen einen von der Kommune zur Verfügung gestellten kostenlosen Hotspot. Es fallen überwiegend Stromkosten an. Sollte ein Kostenvoranschlag überraschend doch höhere Kosten aufzeigen, könne man immer noch ablehnen. Die Verwaltung soll nun die Förderung und Ausmessung der Standorte beantragen.

• Ihre Zustimmung gaben die Stadträte auch für eine Verlängerung des Förderzeitraums für die Allianz ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) südliches Maindreieck für weitere drei Jahre. Dies sei notwendig, damit auch künftig Zuschüsse des Förderprogramms fließen können, informierte Bürgermeister Reichert. Im Zuge des Wechsels des Allianzmanagers müsse man allerdings nachdenken, ob eine Abspaltung aus der bisherigen Allianz mit 13 Gemeinden der Landkreise Kitzingen und Würzburg sinnvoll sein könne. Reichert sagte, dass im Gespräch mit Obernbreits Bürgermeister Bernhard Brückner „ein riesengroßer Interessenkonflikt mit einigen Partnergemeinden festgestellt wurde. Hauptthemen der Allianz seit 2015 seien Tourismus und das Kernwegenetz gewesen – in beiden Bereichen sei in Marktsteft nicht viel passiert.

• Wegen des Baugebiets am Oechsnerweg in Michelfeld war ein Spielplatz geräumt worden, wofür die Stadt nun einen neuen Standort gesucht hat. Als Ergebnis einer Bürgerbefragung werden die Spielgeräte jetzt auf einer Grünfreifläche hinter dem Beachplatz des SV Michelfeld aufgebaut. Das Gelände ist im Eigentum der Stadt. Angeschrieben wurden alle Haushalte (160), Rücklauf gab es etwa von einem Fünftel. Zur Wahl standen außerdem: Lindenplatz, Erlachsweg, eine Grünfläche am See und ein Acker Nähe Gärtlein.

• Für die kommenden drei Jahre wird der rechnerisch günstigste Anbieter N-Ergie aus Nürnberg Strom für alle gemeindeeigenen Stromabnahmestellen mit dem Tarif „Strom Kommune Plus Regional 2020 (Graustrom)“ liefern, entschied der Stadtrat mit einer Gegenstimme. Die Verwaltung hatte Angebote von den Stromlieferanten N-Ergie Nürnberg, LKW Kitzingen und ÜZ Lülsfeld eingeholt.

• Bürgermeister Reichert informierte, dass es nach Änderung der Wasser- und Abwassergebühren keine Zwischenabrechnung gibt, sondern die geänderten Preise in der Endabrechnung dargestellt werden.

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