KITZINGEN

Integrationspreis für Schraut

Durch ihr jahrelanges Engagement sind sie eine würdige Preisträgerin, befand Landrätin Tamara Bischof, als sie Sieglinde Schraut den Integrationspreis 2016 verlieh.
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Wirken gewürdigt: Landrätin Tamara Bischof (rechts) verlieh den Integrationspreis des Landkreises 2016 an die Kitzingerin Sieglinde Schraut. Foto: Foto: Hartmut Hess

„Durch ihr jahrelanges Engagement sind sie eine würdige Preisträgerin“, befand Landrätin Tamara Bischof, als sie während des Tags der offenen Türe im Landratsamt auf der großen Bühne Sieglinde Schraut den Integrationspreis 2016 verlieh. Durch ihr herausragendes Engagement, besonders bei der Unterstützung der ehrenamtlichen Deutschkurse, trage die Geehrte einen großen Teil zur Integration der Asylbewerber bei.

Der Integrationspreis wird jedes zweite Jahr verliehen und ist mit 300 Euro dotiert. Wie selbstlos Sieglinde Schraut wirkt, zeigte auch ihre Reaktion, nachdem sie das Kuvert von Tamara Bischof bekommen hatte. „Mit dem Geld kann man einen schönen Ausflug mit den Asylbewerbern machen“, sagte die Kitzingerin spontan.

Sie bringt sich seit Jahren im Arbeitskreis Asyl und beim Runden Tisch Integration im Landratsamt ein und kümmert sich unermüdlich um ausländische Mitbürger.

Da sie Asylbewerber bei Behördengängen unterstützt, sei sie schon ein Dauergast im Landratsamt, „wo ich manchmal schon morgens um halbacht auf der Platte stehe“, wie sie vor hunderten Zuhörern bekannte. Schraut organisiert Deutschkurse von Ehrenamtlichen und absolvierte Schulungen bei bayerischen Freiwilligenagenturen, um dafür gewappnet zu sein. Denn das Erlernen der deutschen Sprache gilt als der wichtigste Schritt zur Integration.

„Ich nehme den Preis stellvertretend für einen großen Personenkreis an“, sagte Sieglinde Schraut. Sie legte den Kitzingern ans Herz: „Gehen Sie freundlich auf die Asylbewerber zu, dann werden Sie diese Menschen nett erleben“.

„Ein schöner Ausflug mit den Asylbewerbern.“
Die Preisträgerin über die Verwendung des Siegergeldes

Wie Tamara Bischof informierte, hat das Landratsamt eine Orientierungshilfe für Ehrenamtliche zusammengestellt. Der Flyer „Aktiv für Flüchtlinge“ wird den Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsbetreuung an die Hand gegeben.

„Ich bin jeden Tag aufs Neue begeistert, wie viele Bürger sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren“, erklärte die Landrätin. Die Unterbringung und die Versorgung der Flüchtlinge reiche freilich nicht aus. Denn es gelte auch, diejenigen, die hier in Deutschland bleiben können, in die Gesellschaft zu integrieren.

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