Volkach

Ins frühere Café Deubel zieht wieder Leben ein

Vor knapp sechs Jahren waren viele Volkacher traurig, als im Café Deubel die letzten Kuchen und Torten über die Theke gingen. Jetzt soll das Gebäude renoviert werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Blick in die Spitalstraße und auf das leerstehende Café Deubel. Foto: Guido Chuleck

Die Lage an der Ecke Spitalstraße und Zehntgasse ist zentral in der Altstadt, die Volkacher erinnern sich noch gerne an das Café Deubel, das dort erst Bäckerei und unter Leitung von Sigrid und Gerd Deubel dann bis zum Jahr 2013 Konditorei war. Das Paar suchte lange nach einem Nachfolger , doch vergeblich. Nun soll das Eckgebäude renoviert werden. Und, wie Ottmar Böhnlein von der Bauverwaltung in der Sitzung des Volkacher Bauausschusses erklärte: "Ins Erdgeschoss soll wieder ein Café oder Laden rein."

Gremium ist sich einig

Laut den Plänen des Eigentümers Hans Zapf wird im rückwärtigen Bereich des Erdgeschosses eine neue WC-Anlage entstehen. Zudem soll das Gebäude in den Obergeschossen künftig drei Wohnungen –  also eine mehr als bisher – beherbergen. Heiko Bäuerlein (CSU) fasste zusammen, worüber im Gremium Einigkeit herrschte: "Ich finde das ist auf jeden Fall eine Bereicherung für die Spitalstraße." Klar wurde nur nicht, ob man bei den Fenstern gemäß der Gestaltungssatzung auf eine Sprossenaufteilung bestehen soll oder nicht. Der Bauausschuss folgte schließlich dem Vorschlag der Zweiten Bürgermeisterin Gerlinde Martin, diese Entscheidung nochmals zu vertagen.

Genehmigt hat der Bauausschuss hingegen den Neubau der Firma Genium, die sich im Gewerbegebiet Sonnenberg ansiedelt. Entstehen wird dort ein Büro- und Lagergebäude mit 14 Stellplätzen für Fahrzeuge. Für dieses waren Befreiungen nötig, da der neue Bebauungsplan, in den sich das Gebäude gut einfügt, für das Gebiet noch nicht rechtsverbindlich ist.

Vor der "Schwane" draußen sitzen

Um einen weiteren gastronomischen Betrieb ging es, neben der Hallburg , bei der Sitzung des Stadtrats direkt im Anschluss. Der erteilte Georg Weiss die Erlaubnis, vor dem Gasthaus „Zur Schwane“ eine Außenbewirtungsfläche einzurichten. Allerdings nicht über die komplette Länge von zehn Metern, wie von Weiss beantragt, sondern nur auf einer Fläche von sechs mal zwei Metern. Dort werden wohl höchstens 18 Leute einen Sitzplatz finden. Zudem muss der Freisitz zur Straße hin abgegrenzt werden, legte der Stadtrat fest.

Zur Kenntnis nahm das Gremium Personalien aus den Ortsteilen: Matthias Schmitt ist neuer Feldgeschworener in Gaibach, Matthias Götz ist Kommandant der Feuerwehr Rimbach, sein Stellvertreter ist Werner Graber.

Unmögliches Unterfangen von Ingrid Dusolt

Nochmals auf die Spitalstraße kam Stadträtin Ingrid Dusolt unter dem Punkt "Wünsche und Anträge" zu sprechen. Sie habe von 17 dort ansässigen Betrieben und Ärzten den Auftrag bekommen, sich bei der Regierung von Unterfranken zu beschweren wegen der geplanten Reduzierung der Parkplätze von 25 auf 5 . Grund für diese Änderung ist bekanntermaßen die Sanierung der Spitalstraße , die unter anderem breite Gehwege bekommt – und nur in dieser Form auch gefördert wird. Ulrich Hoffmann (CSU) erläuterte kurz, dass Dusolts Unterfangen nun nicht machbar sei: "Alles gleichzeitig ist in der schmalen Straße einfach nicht möglich und die Ausbauförderung gibt's nur, wenn man sich an die beschlossenen Pläne hält."

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.