Würzburg
Projekt

In Würzburg wird um die Ecke gedacht

Würzburger Schüler haben sich für ihre Stadt so richtig ins Zeug gelegt und ihre ganze Kreativität spielen lassen. Schließlich will Würzburg bald ein Jahr lang den Titel "Stadt der jungen Forscher" tragen - zu Recht, wie Schüler, Moderatoren und Wissenschaftler finden.
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In verschiedenen Themengruppen ließen die Würzburger Schüler ihrer Kreativität freien Lauf.  Foto: privat
In verschiedenen Themengruppen ließen die Würzburger Schüler ihrer Kreativität freien Lauf. Foto: privat
Ein Magnetschwebebahn-Netz mit angeschlossenem Bürger-Kommunikationszentrum, eine Wahl-App mit Facebook- und Twitter-Anbindung für mehr Bürgerbeteiligung und eine Sammlung von Stimmungs-Jukeboxes, die ganz Würzburg abdeckt und jedem ermöglicht, die passende Musik zur momentanen Stimmung zu hören - gibt's nicht? Stimmt, aber vielleicht werden die vielfältigen Ideen von Schüler aus ganz Würzburg irgendwann tatsächlich Wirklichkeit.
Welche Musik am besten zum Workshop gepasst hätte, während dem die Jugendlichen ihrer Kreativität freien Lauf lassen durften, ist wohl Geschmacksache - die Stimmung war aber auf jeden Fall bestens. Zusammen mit Wissenschaftlern der Uni Würzburg feilten sie an ihren Konzepten und damit an der Zukunft der Stadt Würzburg.

Kreativ um die Ecke denken

Um die Ecke denken war angesagt - oder auch "Design Thinking", wie die renommierte Stanford University die Methode der Ideenfindung nennt. Dort wurde sie nämlich entwickelt - und die verschiedensten Universitäten in aller Welt übernahmen das Konzept.
So auch die Ideenschmiede vom Denk- und Innovationslabor Think:LAB der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

Moderation und Motivation

Die Mitarbeiter moderierten den Workshop und motivierten die Schüler, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen. Fünf Themenbereiche standen bei der Ideenschmiede zur Auswahl: Mensch und Leben, Natur und Technik, Kommunikation und neue Medien, Kunst und Kultur sowie Stadt und Entwicklung. Zu jedem dieser Themenbereiche entwickelte eine Gruppe aus Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern eine zukunftsfähige Vision, bastelte dazu ein Modell, erstellte ein Vermarktungskonzept und präsentierte ihr Projekt anschließend im Plenum.
Dabei kam die Methode des Design Thinking immer wieder zum Einsatz. Sie ermöglicht, kreativ um die Ecke zu denken und ungewöhnliche Lösungsansätze zu finden - was den Teilnehmern der Ideenschmiede mit ihren Projekten für ein zukünftiges Würzburg beispielhaft gelungen ist.

Schule und Wissenschaft

Die Ideenschmiede war der Auftakt für die Bewerbung der Stadt Würzburg um den Titel "Stadt der jungen Forscher 2014". Sie diente dazu, gemeinsame Projekte zwischen Schulen und wissenschaftlichen Einrichtungen auf den Weg zu bringen. Diese Projekte, aber auch weitere, können an dem Wettbewerb teilnehmen, mit dem die Stadt im kommenden Jahr herausragende Schülerprojekte auszeichnen will.
Sollte Würzburg 2014 den Titel "Stadt der jungen Forscher" erhalten, wird es außerdem ein Wissenschaftsfestival geben, auf dem sich die Siegerprojekte präsentieren. Wer weiß: Vielleicht gibt es dann bereits die ein oder andere Stimmungs-Jukebox in der Würzburger Innenstadt.
Mehr Informationen zur Bewerbung und die Möglichkeiten der Teilnahme gibt es bei Monika Hahn, Wirtschaftsförderung, Tel. 0931/372970 oder E-Mail monika.hahn@stadt.wuerzburg .de
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