RÜDENHAUSEN

In Rüdenhausen gibt's Ärger beim Brunnen und der Umgehung

Unerfreuliches sprach Rüdenhausens Bürgermeister Gerhard Ackermann in der Ratssitzung an. Obwohl mit dem Straßenbauamt Stillschweigen vereinbart war, gab es Infos raus.
Artikel drucken Artikel einbetten
Unscheinbar und nicht in bestem Zustand: Der Eingang zur Brunnenstube am Kirchplatz in Rüdenhausen soll auch hergerichtet werden. Foto: Foto: Stöckinger

Zwei unerfreuliche Punkte sprach Rüdenhausens Bürgermeister Gerhard Ackermann in der Ratssitzung am Montag an. Einmal wunderte er sich, dass ein Rüdenhäuser Bürger auf Anfrage beim Innenministerium konkrete Auskunft über den Sachstand bei der Umgehung erhalten hat. Und das, obwohl von Seiten des Straßenbauamts Stillschweigen vereinbart wurde.

In einem Telefonat mit dem Leiter des Bauamts habe er, so Ackermann, seine Verärgerung darüber mitgeteilt. Seit mehreren Monaten steht die Baustelle still, offiziell wurden keine Gründe mitgeteilt. Nun hieß es, dass eine Klage, die offensichtlich wegen der Vergabe der Bauarbeiten lief, abgeschlossen sei. Der Auftrag für den letzten Bauabschnitt wurde am 18. Juli vom Staat vergeben. Jetzt soll schnell wieder gebaut werden, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.

Weniger schön war zudem ein Ergebnis einer Ausschreibung im Zuge der Dorferneuerung. Dort soll der Bereich Kirchplatz und Paul-Gerhardt-Platz samt Brunnenstube und Wasserlauf neu gestaltet werden. Die Gemeinde hatte einst 442 000 Euro an Kosten geplant. Bei der Öffnung der dazu eingegangenen Angebote stellte sich heraus, dass die Preise der Unternehmen um 78 Prozent über dem geschätzten Wert lagen.

Das Projekt wird nun erneut ausgeschrieben. Die Zeit dazu drängt. Bürgermeister Ackermann nannte als Ziel für die Fertigstellung den 31. Juli 2017 – wegen eines Dorfjubiläums. Um das ganze etwas günstiger zu bekommen, einigte man sich auf Einsparungen und Veränderungen in manchen Bereichen. Die Unterlagen werden bis Ende August überarbeitet, bis Ende Oktober soll die erneute Ausschreibung samt Vergabe über die Bühne gehen. Damit ließe sich der anvisierte Termin zur Fertigstellung einhalten, hieß es.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.