SCHWANBERG

In kurzer Zeit Spuren hinterlassen

Der Geschäftsführer des Geistlichen Zentrums auf dem Schwanberg Stefan Sedlacek geht regelrechrt in den Ruhestand: Er wird nach Kaufbeuren wandern, seinem Ruhesitz.
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Stefan Sedlacek wirkte sechs Jahre auf dem Schwanberg. Foto: Krämer Foto: Gerhard Krämer

Er kannte den Schwanberg schon von Exerzitien, bevor er 2011, damals 58 Jahre alt, die Geschäftsführung des Geistlichen Zentrums auf dem Schwanberg übernahm. Jetzt geht Stefan Sedlacek im wahrsten Sinn des Wortes in den Ruhestand, denn ab Samstag läuft er vom Schwanberg nach Kaufbeuren, wo er diesen verbringen wird.

„Ich laufe hinein in einen neuen Lebensabschnitt“, sagte er und schätzt, dass er zweieinhalb Wochen unterwegs sein wird. Diese Zeit will er nutzen, Abstand zum Berufsleben zu gewinnen und zum Hineingehen in den neuen Abschnitt. „Ich bin offen, was auf mich zukommt“, sagt er.

Nach dem Segen im Gottesdienst folgte die Verabschiedung mit vielen guten Wünschen für die Zukunft und einem großen Dank für sein Engagement für den Schwanberg und dem Geistlichen Zentrum im Besonderen.

Er habe mit viel Geschick unterschiedliche Menschen in die Projekte auf dem Schwanberg mit eingebunden, würdigte Landrätin Tamara Bischof das Wirken Sedlaceks. Gerne habe der Landkreis bei der Parksanierung mitgeholfen. Landkreis und Schwanberg seien schließlich durch eine Kreisstraße verbunden, meinte die Landrätin, was Rödelsees Bürgermeister Burkhard Klein mit „So soll es auch bleiben“ kommentierte, denn in nicht ferner Zeit muss diese saniert werden. Klein selbst dankte für viele gute Momente und die ebenso guten Impulse daraus.

Tobias Mähner, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Diakonischen Werks Bayern, betonte, dass Sedlacek seine Sache auf der Basis eines soliden Glaubensfundaments angegangen sei. Er erinnerte an die Mammutprojekte, nämlich die Sanierung des Schlossparks und des Schlosses selbst. Letzteres hatte Architekt Florian Göger betreut, der ebenfalls ein Dankeswort sprach.

Vielfältige Herausforderungen habe er gemeistert, dankte die Priorin, Schwester Heidrun Schörk. Es sei Zufall gewesen, dass mit der letzten gemeinsamen Sitzung das Protokollbuch voll gewesen sei. Aber es passe, schließt sich doch nun ein Kapitel.

Er hinterlasse bleibende Werke, ging auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates des Geistlichen Zentrums, Kurt F. Braml (München), auf die Bauprojekte ein. Diese seien nicht nur im Kostenrahmen geblieben, nein, es sei noch Geld übrig geblieben.

Persönliche Abschiedsworte fanden Schwester Edith Krug sowie im Namen des Teams Philipp Sommerlath (Hausleiter Jugendhof). Er überreichte Sedlacek, der nun ja nach Kaufbeuren wandern will, einen Gutschein für eine nächste Tour, den Weg des Buches in den Alpen.

Vom Schwanbergpfarrer Harald Vogt gab es nach einem geistlichen Wort noch eine Jakobspilgermuschel, denn der Begleiter und Prädikant Sedlacek ist ja nun als Pilger unterwegs, weswegen Braml, der die Feierstunde moderierte, ihm Fußbalsam und Vital-Gel zum Abschied schenkte.

Sedlacek blickte in seiner Rede nicht auf Zahlen und Bilanzen zurück, sondern auf die Menschen, denen er begegnet ist. Viel Liebe zum Schwanberg habe er gespürt, Freundschaften und gute Beziehungen seien entstanden.

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