Kitzingen
Klassik rockt

In Kitzingen kann Klassik rocken

Carl Friedrich Meyer hebt schon mal den Taktstock für den "Klassik rockt"-Abend am 3. November. "Das ist mal 'ne ganz andere Nummer."
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Musiker und Sänger erhielten bei "Klassik rockt" im Jahr 2010  riesigen Beifall.   Foto: Günter Streit
Musiker und Sänger erhielten bei "Klassik rockt" im Jahr 2010 riesigen Beifall. Foto: Günter Streit
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Sein Taktstock vibriert schon. "Das ist die positive Aufregung", meint Carl Friedrich Meyer lachend. Die Vorfreude auf den 3. November ist ihm deutlich anzumerken. Kein Wunder: Die zweite Auflage von "Klassik rockt" wird für Kitzingen ein richtiger Ohren- und Augenschmaus.

Musik von Whitney Houston, Joe Cocker, Abba und Robbie Williams wird sich abwechseln mit bekannten Melodien von Coldplay, Unheilig, aber auch Händel und Bach. "Sehr spannend", stellt Dekanatskantor Meyer fest. Der 42-Jährige bringt als musikalischer Leiter von "Klassik rockt" rund 100 Sänger und Instrumentalisten unter einen Taktstock und bezeichnet das als "Super-Aufgabe, in der viel Herzblut, Zeit, Spaß und Spannung steckt".


"Ein heißes Wochenende"


Wie wird das Zusammenspiel von Band, Orchester, Chören und Solisten klappen? Zwar üben die einzelnen Beteiligten schon seit vielen Wochen ihren jeweiligen Part. Doch gemeinsam proben sie erstmals zwei Tage vor dem Auftritt. "Das wird ein heißes Wochenende", ist sich Meyer sicher. "Und das wird gekrönt von einem einmaligen Live-Erlebnis."

Speziell für die Paul-Eber-Kantorei und den Jugendchor "Young Voices" bedeutet der Auftritt bei "Klassik rockt", eine ganz neue Musikwelt zu betreten - die Welt von Pop und Rock.
Während sie sonst meist geistliche Werke in der Kirche singen, werden sie nun in der Florian-Geyer-Halle gemeinsam mit dem Orchester "Kitzinger Symphoniker", der A-capella-Band "Soundchexx", der Band "Classic on the Rocks" und der von "Deutschland sucht den Superstar" bekannten Solistin Ursula James auf der Bühne stehen. "Das ist wirklich aufregend. Quasi nochmal 'ne ganz andere Nummer."

Die Noten haben verschiedene Arrangeure den Musikern und Sängern quasi auf den Leib geschrieben. Für andere Stücke hat Hermann Seidl die Partituren konzipiert; Seidl hat sich in Kitzingen nicht nur als Musiklehrer einen Namen gemacht und spielt selbst als Keyboarder der Band "Classic on the Rocks" beim Konzert mit.


Preisverdächtig


"Das ist für uns als Veranstalter das Highlight des Jahres", betont Thomas Most, Geschäftsführer des Stadtmarketing-Vereins (STMV). Zum einen wegen der "phantastischen Musik", zum anderen wegen des Stadtmarketing-Preises, der heuer wieder in drei Kategorien verliehen wird: für besonderes Engagement, für den "Botschafter Kitzingens" und - heuer erstmals - nicht nur für die beste Schaufenstergestaltung, sondern auch für Top-Bewertungen durch die "TopServiceCard"-Aktion.

All diejenigen, die mit dieser "TopServiceCard" insgesamt 31 Kitzinger Einzelhandelsgeschäfte bewertet haben, dürfen zusätzlich gespannt sein. Unter ihnen verlost der STMV zum Beispiel einen BMW 116i, den der Sieger für zwei Jahre kostenlos fahren darf, sowie "Schexs in the City".

"Klassik rockt" war 2010 eigentlich als einmalige Veranstaltung gedacht gewesen - ein Schmankerl für Kitzingen zu besonderem Anlass, nämlich zum zehnjährigen Bestehen des STMV. "Doch aufgrund der echten Begeisterung des Publikums war schnell klar: 'Klassik rockt' soll sich als Veranstaltungs-Highlight Kitzingens etablieren", erklärt Thomas Most. Er stellt auch klar: "So eine Veranstaltung würde woanders 50, 60 Euro kosten."


Wo kriegt man 750 Stühle her?


Derzeit ist Most stark organisatorisch gefordert. 750 Stühle werden gebraucht; zum Teil müsen sie aus Geiselwind hergebracht weren. "Wenn wir nur eine Stadthalle hätten...", sinniert Most: Ein fünfstelliger Betrag ließe sich sparen, wenn es eine solche Halle gäbe und man nicht alles, von der Bühne über die Sound- & Lichtanlage bis hin zu den Sitzgelegenheiten, in die Flo-Halle schaffen müsste - und danach wieder weg.
Carl Friedrich Meyer muss sich mit solchem "Kram" nicht befassen. Für ihn gilt es, mit den einzelnen Gruppen zu üben, alle Noten beisammen zu haben, sich Stimmen und Einsätze gut einzuprägen. Meyer weiß um das aufregende "Live-Feeling" und auch darum, dass "immer etwas Unvorhergesehenes passieren kann".

Er fiebert dem 3. November entgegen: der Generalprobe am Mittag und der Aufführung am Abend. Schon jetzt gerät er ein bisschen ins Schwärmen: "Das wird ein tolles Erlebnis. Zum Beispiel 'Music' von John Miles: Wenn Chor, Solisten, Band und Orchester ineinander übergehen - das gibt einfach ein Gänsehaut-Gefühl."




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