KITZINGEN

In Etwashausen spielt die Kirchweih-Musik

Nur strahlende Gesichter gab es beim Kirchweihumzug in der Großen Gärtnervorstadt Etwashausen.
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Glückwunsch: Walter Vierrether (von links) und Markus Volbers gratulieren Ursel Döllinger zu ihrem 50-jährigen Jubiläum. Foto: Hartmut Hess
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Nur strahlende Gesichter gab es beim Kirchweihumzug in der Großen Gärtnervorstadt Etwashausen. Die neue Gärtnerkönigin Clara Kreßmann strahlte, nachdem sie von Anja Muther Krone und Zepter der Gärtnerkönigin übernommen hatte. Grund zur Freude hatte auch Ursel Döllinger, die vor genau 50 Jahren oben auf dem Königinnenwagen gestanden hatte, um das Ehrenamt anzutreten.

Zu Döllingers Ehren ließen die Gärtner „God save the Queen“ ertönen und Kirchweihpräsident Markus Volbers reimte: „Die Kerm ließ sie nicht mehr los und sie schreibt die Kerm heute noch ganz groß“, bevor er die 67-Jährige mit Blumen ehrte.

Die neue Majestät Clara Kreßmann entstammt den zwei traditionsreichen Gärtnerfamilien Straßberger und Kreßmann und läuft, seitdem sie drei Jahre alt war, beim Umzug mit. Die pharmazeutisch-technische Assistentin bekam von Hofrat Walter Vierrether attestiert: „Die Clara kommt aus einem gutem Stall!“

Stolz war ihr Vater Lorenz Kreßmann, der den Bulldog mit dem Königinnenwagen fuhr. Wie er verriet, war auch seine Frau Marion vor 33 Jahren Gärtnerkönigin gewesen.

Reichlich Applaus

Oberbürgermeister Siegfried Müller, Walter Vierrether und Kirchweihpräsident Markus Volbers verabschiedeten Anja Muther. Der OB bescheinigte ihr, das Amt mit Herzblut ausgefüllt zu haben. „Die tausenden Besucher sind der größte Lohn für euch“, betonte Müller und animierte die Schaulustigen, Burschenschaft und die Gärtner mit reichlich Applaus zu bedenken.

Nachdem in der letzten Minute der Gaul für Vorreiter Thomas Günther eingetroffen war, konnte sich der sehenswerte Umzug unter dem Motto „Bei uns spielt die Musik“ in Bewegung setzen. Auf den Motivwägen thematisierte die Burschenschaft die Jubiläen 60 Jahre Kolping-Spielmannszug und 25 Jahre Musikschule Kitzingen. Die Etwashäuser dichteten dazu: „Musik machen immer cool, Kolping und die Musikschul“.

Ganze Arbeit der Ausgräber

Bier und Bremser konnten fließen, nachdem die Ausgräber mit ihrem Anführer Markus Gräbner ganze Arbeit geleistet und die Kirchweihfässer in die Höhe gereckt hatten.

Beim Prolog verkündete Thomas Günther, dass Etwashausen nicht nur die Gärtnervorstadt, sondern auch das industrielle Herz Kitzingens darstelle. Der Ärztemangel sei in Etwashausen kein Thema, da sie durch Vitaminbomben ihres Gemüses kaum krank würden.

Die Etwashäuser setzen ihre Kirchweih an diesem Montag um 18 Uhr mit dem Kirchweihgottesdienst in der Kreuzkapelle fort. Anschließend gehen die Gärtner zum Dämmerschoppen ins Bayernheim.

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